26. Februar 2021
Thomas Renggli

Trottoir-Picknick statt Terrassen-Lunch: Die Politik des Bundesrats ist nur noch absurd, wie ein Besuch in den Bergen zeigt.

Sonne, Schnee, viel frische Luft – und Gastgeber, die den Spagat zwischen Vorsicht und Laisser-faire in Perfektion vollziehen. Sportferien im Val Lumnezia bringen das Licht ins Leben des coronamüden Städters zurück. Auf den Aussenbereichen der Bergrestaurants herrscht geordnete Freiheit. Die Menschen verhalten sich diszipliniert. Abstandsregeln und Hygienerichtlinie werden eingehalten.

Alain Berset und seine Bundesratskollegen zeigen sich davon unbeeindruckt. Sie verordnen den Terrassenlockdown, gültig ab heute Freitag. Bänke und Stühle sind Sperrzonen. Dass gleichzeitig die massgeregelten Gastronomiebetriebe Speis und Trank wie bisher nach dem Take-away-Prinzip verkaufen dürfen, führt den Terrassen-Lockdown ad absurdum.

Das maskierte Personal weiss seit Dezember, was das bedeutet: Die Gäste funktionieren den Skischulsammelplatz, die Trottoirs und die Treppen kurzerhand zu Picknickplätzen um. Denn das Essen kann einem nicht mal das BAG verbieten. Zu den schwer nachvollziehbaren Massnahmen gehört auch die Auflage für den Soundmix in der Outdoor-Beiz: Falco («Amadeus, Amadeus») ist erlaubt, DJ Ötzi («Anton aus Tirol») aber untersagt, wie eine Nachfrage beim Personal ergab. Es könnte ja noch Après-Ski-Stimmung aufkommen.

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22 Kommentare zu “Trottoir-Picknick statt Terrassen-Lunch: Die Politik des Bundesrats ist nur noch absurd, wie ein Besuch in den Bergen zeigt.”

  • hpschwaninger@gmx.ch sagt:

    Nach nun einem Jahr, in dem die Medien, allen voran der Staatssender SRF, auf die zuvor erwachsene Schweizerbevölkerung die Corona-Angst einprügeln, befindet sich das Land in einer KITA. Jede*r gehorcht aufs Wort den sieben KITA-Leiter*innen.
    Die meisten Bürger sind nicht dem Coronavirus verfallen sondern nun dem Stockholm-Syndrom.

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  • Eva Meister sagt:

    Wer hätte gedacht, dass ein einigermassen intelligentes und stolzes Volk innert so kurzer Zeit zu einem Haufen von Schisshasen mutiert ist und jede noch so absurde "Massnahme" aus dem BAG ohne Widerspruch befolgt? Aber es ist leider auch so, dass die paar wenigen, die sich aktiv dagegen wehren, sofort sanktioniert werden, sei es mit Bussen oder gar einem Berufsverbot.

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  • Elvira sagt:

    Ich bin nicht so gut im Schreiben, es sind zuviele Emotionen in mir😡
    Aber es tut mir unheimlich gut, soviele Kommentare zu lesen, welche auch meine Meinung teilen. Bitte Leute, wir müssen uns JETZT wehren, sonst ust es bald zu spät

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  • kiebitz sagt:

    Mich verwundert gar nichts mehr. Herr Bundesrat Berset unternimmt alles, um den Lockdown nicht aufzuheben. Er scheint genau dem Leitfaden des WEF, Herrn Klaus Schwab zu folgen, eine chinesische Diktatur in der Schweiz zu errichten. Alle Handlungen in der Corona Massnahme deuten darauf hin. Nach wie vor wird das Volk verunsichert und in Angst versetzt, unsinnige Massnahmen durchgesetzt und Ratschläge erwiesener Koryphäen einfach ignoriert. Dies sind die Anzeichen einer Diktatur und Verrat!

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  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Besonders absurd ist ja, dass man im Dezember keinesfalls sein Bier im Stehen trinken durfte, streng verboten, total gefährlich! Nur am Tisch sitzend durfte man überhaupt Durst haben. Heute ist also genau umgekehrt richtig: Nur im Stehen oder allenfalls am Boden hockend konsumieren schützt die verwundbaren Senioren - Essen und Trinken am Tisch ist Mord...
    Warum beleidigen die gnädigen Damen und Herren zu Bern ständig unsere Intelligenz?

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  • LST1977 sagt:

    Die geknebelten Gastwirte sollten dem ganzen Bundesrat und deren Familien ein lebenslanges Hausverbot geben, überall in der Schweiz, auch in den Skigebieten.
    Leider wird es dann wieder viele geben, die entweder den Mut nicht aufbringen oder sich gebauchpinselt fühlen wenn einer dieser Diktatoren sich bei ihnen verköstigen will...

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  • Ronnie Angst sagt:

    Was offensichtlich den Herren und Damen in Bern entgangen ist, ist die Tatsache, dass jeder Betrieb, der noch auf irgendeine Art und Weise, auch unter widrigsten Umständen arbeitet und damit Wertschöpfung erzielt, dazu beiträgt, die enorme Verschuldung die hier auf Jahrzehnte hinaus gemacht wird, zu mildern. Jeder Betrieb muss ja minutiös abrechnen und erhält nur soviel, wie er dringend benötigt, meist noch nicht einmal das. Da aber der Bundesrat nicht weis was Wertschöpfen heist, ist alles klar

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  • Philipp Zuercher sagt:

    Da kommt mir unweigerlich der immer wiederkehrende Spruch von Asterix und Obelix in den Sinn:

    DIE SPINNEN, DIE RÖMER!

    Die Römer scheiterten immer gegen das kleine Dorf im Norden Galliens. So ist es auch mit unserem Bundesrat wenn er versucht unsere Asterix und Obelix (frei denkende und Versntwortung tragende Bürger) klein und fertig zu machen.

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  • Edmo sagt:

    «Anton aus Tirol» geht natürlich gar nicht. Wir wissen ja, dass Tirol militärisch abgeriegelt ist. Schliesslich waren die Tiroler schuld an der Verbreitung von Corona in Europa. Dafür müssen sie jetzt büssen. Diktator Kurz will nicht nochmal von Söder geohrfeigt werden. Und überhaupt, wenn DJ Ötzi aus den Lautsprechern dröhnen würde, müsste man annehmen, dass die Beschallung ein hinterhältiges tiroler Superspreading ist. Alle würden sofort angesteckt, das fatale Ende wäre unvermeidlich.

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  • Bettina sagt:

    Die Take-away Strategie wirkt sich vor allem sehr positiv auf Umwelt und Klima aus. Wo bleiben die Proteste derer, die ansonsten gerne jede Kaffeebohne unverpackt kaufen? Idiocracy !

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  • ThinkAgain sagt:

    Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?

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  • baloiszydeco sagt:

    Wir sehen sie, im unserem Dorf, die unkontrollierten, zusammengeballten Menschentrauben, drängelen, auf Blumenkisten sitzend, zusammengepfercht auf den angeschraubten öffenlichen Bänke, die man anscheinend noch nicht abmontieren konnte, Gruppen von Bodenhockern - und die bestens gerüsteten Terrassen der Restaurants leer, abgesperrt. Viro- und Epidemiologen, keinen Grips mehr, zu lange im homeoffice?

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  • Florence sagt:

    Das ist der helle Wahnsinn! Noch viel wahnsinniger jedoch ist, dass die Leute sich das gefallen lassen...

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    • Paula sagt:

      Wir haben durchsichtige, sehr gute Masken getragen, zu denen es eine gute Studie gibt. Wir wurden denunziert, von einer Psychologin. Gesundheitsamt hat sich die Studie nicht einmal angeschaut, sondern willkürlich und unsorgfältig entschieden, dass diese durchsichtigen, angenehm zu tragenden Masken nicht gehen. Wir wollten es drauf ankommen lassen, aber nachdem man uns mit Anzeigen wegen Verstoss gegen Epi- , Polizei- und Arbeitsgesetz und Schliessung gedroht hat, sind wir eingebrochen.

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  • Chantania sagt:

    Die absurden Folgen der beschämenden behördlichen Inkompetenz kann man dieser sonnigen Tage auch im Flachland feststellen. Die Menschen zieht es gesunderweise ins Freie an die Sonne und die frische Luft.
    Dabei ergibt sich, mangels Verteilmöglichkeiten in die Gartengastronomie innerorts, eine Konzentration in den öffentlichen Parks und an den Gewässern.
    Unsere Technokratennomenklatura beweist damit KEINE Lernfähigkeit, nämlich aus ihren jüngsten Fehlern mit den verkürzten Ladenöffnungszeiten.

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    • Juerg Schneeberger sagt:

      Ja, genau, Chantania, in der Stadt Zürich z.B. sind bei diesem schönen Wetter die Seepromenaden völlig überfüllt und es sammeln sich Leute in Scharen. Dabei werden die elementarsten Grundregeln des Politdiktators Berset missachtet. Die inkonsequente, linke Stadtregierung toleriert dabei das Missachten dieser Vorschriften was eigentlich nichts anderem gleichkommt als der Entmachtung ihres eigenen Bundesrates, der dadurch vollends zur Lachnummer wird.

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      • Chantania sagt:

        Ich habe das, zugegebenermassen mit grosser Freude auch beobachtet. Erstens hat mich grfreut, dass soviele sympathisch und lebensfroh wirkende Menschen dem Berner Politbüro nicht mehr glauben und sich nicht länger einschüchtern lassen und zweitens haben die dauernd in ihren Wagen patroullierende Polizei offenkundig Bammel einzugreifen, weil sie damit handfeste Wehrhaftigkeit erwachter Bürger befürchten.

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  • Fede sagt:

    So macht Skifahrern definitiv keinen Spass mehr. Heuer ist der 1. Winter wo wir unsere Ski‘s seit über 50 Jahren nie angeschnallt hatten und aufs Skifahrern verzichteten.

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    • Speedy4412 sagt:

      Das ist schade , Fede. Denn unsere Landsleute in den Skigebieten haben das hervorragend gemacht, alle, auch die mit Terrassen!! Es ist bestens.
      Unsere sehr teuer bezahlten Beamten (und dazu gehören auch die Bersets der Welt) lassen jede Kernfähigkeit der Führung vermissen. So zum Beispiel Grösse und Weisheit. Fehlt komplett. Sonst könnte man mal zugeben, dass jemand anderes auch eine gute Idee hatte und sie akzeptieren! Kindergarten, unglaublich!! Kein Niveau, diese Typen.

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  • juege sagt:

    Aber der Grossstadtpöbel klatscht Beifall.

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