15. Juni 2021
Wolfgang Koydl

Überflüssige Gladiatoren-Geste: Mit dem Kniefall unterwerfen sich Fussballer keiner Moral, sondern dem Zeitgeist

Fussball ist ein Sport, bei dem zweiundzwanzig Leute ständig in Bewegung sind. Auf Knien sah man Spieler nur, wenn sich die Schnürsenkel gelöst hatten.

Das war einmal. Bei der Europameisterschaft scheint der Kniefall wichtiger zu sein als die Bananen-Flanke. Er entscheidet, wer gegen Rassismus eintritt und wer in den Ruch der Fremdenfeindlichkeit gerät.

Es ist lächerlich, einen Sport des Rassismus zu verdächtigen, in dem in europäischen Teams afrikanische, arabische und asiatische Spieler selbstverständlich sind. Fans wiederum, die schwarze Spieler beleidigen, verstehen nichts von Fussball und gehören nicht ins Stadion.

Ein Kniefall ist eine Unterwerfungsgeste unter eine höhere Macht. Doch die Spieler beugen sich keiner Moral, sondern dem gnadenlosen Wohlfahrtsausschuss politischer Korrektheit.

Im alten Rom gingen die Gladiatoren in die Knie: Heil Caesar, die Todgeweihten grüssen dich.

Ein Fussballer muss nicht um sein Leben bangen, wenn er sein Knie nicht beugt. Doch ihm droht der soziale Tod und vielleicht das berufliche Aus. Das ist schlimmer als Rassismus.

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8 Kommentare zu “Überflüssige Gladiatoren-Geste: Mit dem Kniefall unterwerfen sich Fussballer keiner Moral, sondern dem Zeitgeist”

  • Rolf Bolliger sagt:

    Wenn bei der laufenden Fussball-EM alle Spieler der verschiedenen Mannschaften jeweils vor dem Anpfiff die Nationalhymne mitsingen. glänzt die "Schweizer Nationalmannschaft " mit einem geschlossenen stummen Blick und ihre Lippen bewegen sich keinen Millimeter! Das ist für mich ebenfalls "Rassismus" ! Wenn afrikanische oder andere zugewanderte Fussball-Spieler sich dermassen verhalten, fühlen sich die Globalisierungs-Ideologen sogar bestätigt: Die Welt braucht keine Staaten und Nationalhymnen!

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  • Christian Weber sagt:

    Gott bereute das zwar später wieder, als er sah, dass er für diese Eishockeyspieler eine acht Kilo schwere Polsterausrüstung schaffen musste, damit sich diese nicht zu fest weh machen.

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  • Mueller sagt:

    Der Zeitgeist bemächtigt sich der Sprache! Schwarz darf nicht mehr schwarz sein; weiss ist alt und böse und lüstern! Die Sprache wird zerhackt mit -innen etc. ! Missachtet die Pseudoregeln und neuen Bezeichnungen!

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  • Mueller sagt:

    Diese neue idiotische Pseudoreligion mit den Insignien „Respect“ ist so was von Verlogenheit! Niemand wird mehr respektiert, überall wird denunziert und mit gesellschaftlicher Vernichtung gedroht! Wieso machen alle mit? Befreit Euch von diesem Wahn durch Nichteinhalten dieses Schwachsinns!

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  • peterlinz sagt:

    Für mich ist seit langem klar: Die grössten Rassisten sind die berufsmässigen Antirassisten.

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Wieso hat man während Jahrhunderten - ja tausenden von Jahren nicht bemerkt, dass wir alle - d.h. alle Menschen bis auf die Linken und die Globalisierer - "rassistische Charakterlumpen" sind? Weil es vorher keine verbrecherischen und asozialen "Sozialingenieure mit Universitätshintergrund" gab, die auf diesem Weg ihre artwidrige Globalisierungsidee erzwingen wollen. Kampf gegen das Eigentum! Wer auf seinem Eigentum und seiner Verteidigung besteht, ist ein "Rassist" und "fremdenfeindlich".

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  • Hoenggi55 sagt:

    Als Gott erfuhr, das EISHOCKEY nur für die BESTEN ist, Erschuf er noch den FUSSBALL !!

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