07. September 2021
Florian Schwab

Unbequeme Wahrheit: Fleisch-Produktion verbraucht weniger Wasser als die Aufzucht von Früchte und Gemüse. Was nun, liebe Veganer?

In Anlehnung an einen klimapolitischen Propagandafilm des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore (Demokratische Partei) könnte man den Befund «An Inconvenient Truth» nennen, eine unbequeme Wahrheit: Für die Produktion von veganer Nahrung braucht es einen Drittel mehr Wasser als für normale Ernährung.

Während ein Veganer pro Jahr einen Wasserbrauch von 45,4 Kubikmeter verursacht, sind es bei Vegetariern 39,4 Kubikmeter und bei Leuten, die Fleisch und Fisch essen, lediglich 29,2 Kubikmeter Wasser. So lautet das Resultat einer neuen Studie des WWF.

Wie oft wird uns nicht erzählt, dass die Kriege der Zukunft um das Wasser geführt werden? Und was diesen Punkt anbelangt, ist eine konventionelle Ernährung mit Fleisch und Fisch deutlich umweltfreundlicher als die vegan-vegetarischen Alternativen.

Und wer hätte gedacht, dass neuseeländisches Lamm CO2-freundlicher kultiviert wird als jenes in unseren Breitengraden?

Einmal mehr zeigt sich, dass vermeintlich ökologische Entscheidungen nur auf den ersten Blick umweltfreundlich sind. Auf den zweiten Blick sieht die Sache genau umgekehrt aus als es uns linksgrüne Marketing-Genies gerne verkaufen würden.

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27 Kommentare zu “Unbequeme Wahrheit: Fleisch-Produktion verbraucht weniger Wasser als die Aufzucht von Früchte und Gemüse. Was nun, liebe Veganer?”

  • Marc Dancer sagt:

    Es gibt keine einfache Rechnung. Eiweiss, Carbon, Mineralien, Fasern, Vitamine sollten in einem fuer unsere Körper gesunden Verhältnis stehen. Dazu gibt es weltweit entsprechende Tabellen. Dazu sind je nach Region unsere Körper an die Verhaeltnisse angepasst. Ueberfluss wie Mangel sind beides Probleme. Mangelnder Verstand ist uebrigens auch ein Problem.

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  • ProfeMartin sagt:

    Lieber Florian, es ist sicherlich nicht Dein ernsthafter Vorschlag, dass wir alle jetzt Kalbfleisch aus Neuseeland essen sollten. Seriöse Studien von Biologen weisen daraufhin, dass die massive Zunahme der Fleischproduktion deutliche CO2-Spuren hinterlässt. Al Gore's Film ist sicherlich auch kein Propagandafilm. Auf kubanischen Regierungs-Accounts auf Twitter kannst Du sehen, was ein Propaganda-Film ist. Wir sollten seriöser und sachorientierter an die Sache herangehen. Grün ist die Hoffnung.

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  • Stuartstorm sagt:

    Tiere zu töten, um sie zu essen, grenzt an Mord! Ganz klar ...

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Veganismus, Klima, Gender... sind alles pseudoreligiöse Bewegungen, die uns von linken Ideologen ungefragt aufdoktriniert werden und die aufzeigen, wie krank und hochgradig wohlstandsverwahrlost unsere Gesellschaft ist. Soja zerstört nicht nur den Regenwald, sondern ist grösstenteils genmanipuliert, und ausserdem äusserst UNGESUND für Menschen, weil sie als entzündungsfördernd gilt. Veganer werden nicht älter, sie sehen nur älter aus. Dann doch lieber ein feines Stück Fleisch vom Alpenlamm!

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    • yogi sagt:

      Habe kürzlich auf Welt.de gelesen: „Der häufige Verzehr von Sojaprodukten kann sich bei Männern auf die Anzahl ihrer Spermien auswirken. Schon eine Mahlzeit mit Sojaprodukten am Tag kann die reguläre Anzahl halbieren. Besonders stark nimmt die Spermienzahl bei den Männern ab, die viele solcher Nahrungsmittel essen und zusätzlich zu dick sind“ Das gibt doch Hoffnung , dass sich das Problem mit den extremen Grünen vielleicht langsam von alleine löst.

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  • UrsD sagt:

    Vegetarisch zu essen mit zu wenig Wasser und dem Klimawandel zu begründen ist sowieso Schwachsinn. Mit der Klimaerwärmung fällt ja mehr Wasser vom Himmel (was dieses Jahr besonders offensichtlich war) und ob das Rülpsen und Pupsen der Kühe (und das CO2) hauptverantwortlich für den Klimawandel sind, ist alles andere als erwiesen. Das Problem Nr. 1 der Schweiz und der ganzen Menschheit ist und bleibt die unnatürliche Bevölkerungsexplosion. Dies muss bekämpft werden und nicht das Fleischessen.

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  • johann6a sagt:

    Solche "unbequemen Wahrheiten" bzw. korrekten Ökobilanzen ändern nichts daran, dass unsere Wirtschaft, speziell die Grossverteiler, die Irrmeinungen und Vorurteile der Leute bedienen, die sich mit "ethischem Konsum" wohl fühlen. Man schaue sich nur die Image-Werbung von Migros und Coop in Sachen Klima oder Nachhaltigkeit an - einem Schlagwort, das an Gummihaftigkeit kaum zu überbieten ist.

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  • Markus Saurer sagt:

    Wow... prima. Dann ran an die Steaks und Koteletts.... 😉 Nun gut, ich war gar nie weg davon.

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  • Peter Rossa sagt:

    offenbar eine sehr "heisse Kartoffel" ... ! Finger weg davon !

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  • Beri sagt:

    "Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln." Mahatma Gandhi
    Ja, Herr Schwab, in unserer hoch zivilisierten Welt würde es den Menschen gut anstehen, auch mal über ethische Aspekte nachzudenken, als nur an die Befriedigung ihrer Gelüste. Ich bin nicht Veganer und nicht Vegetarier, aber esse sehr wenig und wenn, dann bewusst Fleisch und schaue woher es kommt.

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  • gandalff sagt:

    Also die Kultivierung von Citrus Fruechten und Mandeln als Referenz herzunehmen ist an Schwachsinn nicht zu ueberbieten.

    Was essen denn die Rindviecher? Sollte man den Anbau des Futters nicht auch mitrechnen? Mais, z.B., ist extrem schlecht fuer den Boden.

    Was kommt als naechstes. Dass mit dem Auto fahren fuer die Umwelt besser ist als das Fahrrad zu nutzen? Oder dass wenn man eine Nacht durchfeiert, man am Morgen besser ausgeruht ist als wenn man geschlafen hat?

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  • gschafi sagt:

    Lieber Florian Schwab, eine Studie die vom WWF in Auftrag gegeben wurde ... Sie sind schon so viele Jahre bei der Weltwoche und Sie trauen diesen Zahlen? Hand auf's Herz ... und wenn die Zahlen auch noch stimmen würden, das ganze Elend der Massentierhaltung ist mindestens verhindert! Also unter dem Strich immer noch weit gewonnen für eine bessere Welt.

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  • Albert sagt:

    Ökologische und ökonomische Betrachtungen haben bei Krieg nichts zu suchen. Letztlich liegt es doch im Interesse eines jeden Menschen Krieg zu vermeiden, auch wenn beim Sieg ökonomische Vorteile winken sollten. Genau so verhält es sich doch auch bei unserem Krieg gegen die Natur, gegen die Tiere, die nur aufgezogen und gemästet werden, um zu Millionen und Milliarden jeden Tag in unserer gefühlsberaubten Tötungsindustrie ihr Ende zu finden.
    Ach ja; es sind ja nur Tiere...

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Veganisten sind Religionsfanatikern gleichzusetzen. Das sind nicht Leute, denen Fakten in irgendeiner Weise etwas bedeuten. Sie haben immer auf alles einen Antwort.

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    • gandalff sagt:

      Diplombiologe? Fakten? Es gilt also die Formel: Wasserverbrauch fuer das Futter + Wasserverbrauch fuer die Aufzucht + Wasserverbrauch fuer die Entsorgung der Schlachtabfaelle = kleiner als Wasserverbrauch fuer pflanzliche Lebensmittel?

      Zum Glueck sind Sie nicht Mathematiker...

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  • katarina graf sagt:

    Herr Schwab, was haben Sie eingeworfen? Solch einen Schwachsinn haben Sie schon lange nicht geschrieben! Ich empfehle Ihnen einen Besuch in einem Schlachthaus. Am besten, Sie schlachten Ihr Steak selbst. Und dann wünsche ich Ihnen einen guten Appetit.

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    • VP-Falger sagt:

      In meiner Jugend schlachteten Bauern Hasen, Hühner und Schweine selbst auf ihrem Hof; die Schweine mit zu Hilfenahme von "Wandermetzgern". Sie bewirtschaafteten Felder und Wiesen und waren Selbstversorger gewesen. Die Welt hat sich entwickelt, die Bevölkerung ist explodiert und die Nahrungsbeschaffung wurde industrialisiert. Ausgeglichene Ernährung aus der Umwelt ist immer noch besser als verhungern für Umweltideologien.

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    • Anna Meier sagt:

      Was ganz genau stimmt nicht am Artikel?
      Wir haben früher noch selber geschlachtet, das Steak und alles andere hat immer super geschmeckt.
      Aber auf Pflanzen losgehen, die Lebewesen, die nicht schreien und davon laufen können, das ist dann ok?

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      • Albert sagt:

        Ganz ehrlich, Frau Meier; haben Sie wirklich Mitgefühl mit einem gepflückten Apfel oder einem abgeschnittenen Kopfsalat, der Ihnen nicht davon laufen kann, so wie (hoffentlich) mit einer angefahrenen Katze oder einem geköpften Huhn?
        Glauben Sie wirklich, dass Sie Ihre Empathie rationaliseren und steuern können?
        Ja, abstumpfen lassen sich Gefühle schon, aber nicht wirklich steuern – Krieg und Schlachthäuser; beides ist nur möglich mit abgestumpfter oder kastrierter Empathie.

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