01. Juli 2021
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Pierre Heumann

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres fordert, dass Joe Biden die Sanktionen gegenüber dem Iran aufhebt. Dieser Schritt wäre fatal

Es gehört zur hohen Kunst der Verhandlungsführung, dem Gegenüber möglichst spät Konzessionen zu machen, um den Druck aufrecht zu erhalten und damit den Gegner zum Einlenken zu zwingen. Zweitens ist stets zu prüfen, ob und wie weit man dem Gegenüber vertrauen kann – ob er sich an allfällige Vereinbarungen hält.

Der Uno-Generalsekretär versündigt sich gegen beide Regeln.

Noch während die Gespräche zur Erneuerung des Atom-Abkommens im Gang sind, fordert er die USA zum Verzicht auf Sanktionen auf.

Würde US-Präsident Joe Biden dies tun, gäbe er seinen besten Verhandlungs-Joker aus der Hand, um von Teheran Beschränkungen des Atomprogramms einzufordern.

Mit frühzeitigen Konzessionen erhielte zudem ein Regime eine Belohnung, das sich seit Jahren über gemachte Zusagen hinwegsetzt.

Jetzt ist die Vertrauensbasis noch brüchiger geworden.

Ebrahim Raissi, der neu gewählte Präsident der Islamischen Republik, ist ein Hardliner, dem man nicht blind glauben sollte, dass es ihm ausschliesslich um die zivile Nutzung der Atomanlagen geht.

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9 Kommentare zu “Uno-Generalsekretär Antonio Guterres fordert, dass Joe Biden die Sanktionen gegenüber dem Iran aufhebt. Dieser Schritt wäre fatal”

  • Der Michel sagt:

    Dem Iran ging es höchstwahrscheinlich *nie* ausschließlich um zivile Nutzung der Kernenergie. Alleine die Zahl an Zentrifugen zur Urananreicherung spricht da eine klare Sprache - und auch, dass man die UNO-Kommissare, die die Entwicklungen kontrollieren sollten, nicht überall und jederzeit Zugang erhielten.

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  • Edmo sagt:

    Die Uno ist längst zu einer Gefahr für den Weltfrieden verkommen. Sie ist zum Schmelztiegel für die NGO-Mafia, alle politischen Verbrecher und die Möchtegern-Oligarchen der neuen Weltordnung geworden. Sie will mit Klima- und Migrationsabkommen die eigene globale Macht ausdehnen und festigen. Kein Wunder, setzt sich Guterres vehement für eines der übelsten Verbrecher-Regimes auf dieser Welt ein. Die Ajatollahs sind eben seine Brüder im Geiste. Ganz im Gegensatz zu funktionierenden Demokratien.

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    • Fredi Stutz sagt:

      Das haben Sie sehr treffend formuliert. Die UNO als Ursprung des Elends auf der Welt. Gutmenschen getue und Doppelmoral lösen das Gegenteil aus, so dass es sich zu bewirtschaften lohnt. Davon kann das internationale, organisierte Verbrechertum nur träumen oder gleich Zusammenarbeiten.

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  • Mueller sagt:

    Die UNO zeigt immer wieder ihr anti-israelisches Gesicht! Der radikalste Feind des jüdischen Staates wird unterstützt!

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  • Realo100 sagt:

    Die UN wirkt unheimlich waldheimlich

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  • VP-Falger sagt:

    Joe Biden und seine Einflüsterer soll nur so weitermachen. Das ist der beste Weg, um Donald Trump neuerlich ins Weisse Haus zu schwemmen.

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    • Waldi Wick sagt:

      Ja, hoffen wir dass der Hardliner und Klardenker D.J. Trump dereinst weieder übernehmen kann. Dann wird es der ganzen freien Welt wieder um einiges besser gehen. Richtig erkannt VP-Falger!

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  • BruderTell sagt:

    Wenn Erpressung durch Sanktionen nur die treffen würde die auf dem Briefkopf stehen würde, dann könnte dies womöglich hilfreich sein. Wenn jedoch die Zivilbevölkerung in ihrer ganzen Härte durch diese Massnahmen darunter zu leiden hat ist dies schlicht und einfach ein Verbrechen. Wie würde es wohl aussehen, wenn die Schweiz von z.B. Öl- und Gaslieferungen abgeschnitten würde, weil die Brüsseler in ihrem Turm zu Babel dies so beschliessen?

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