01. September 2021
René Hildbrand

Vegi-Zwang an der Universität Luzern: Jetzt haben die Studenten den Salat

Ab Mittwoch gibt es in der Mensa der Uni Luzern kein Fleisch mehr. Statt Schnitzel, Hamburger, Schinken und Braten kommen künftig Lupinen-Bolognese, türkische Linsensuppe, Rüebli-Carpaccio oder Gemüsebratwürste auf den Mittagstisch. Und viel Fruchtfleisch. Kochen wird der Zürcher Frauenverein (Gründungsmotto: «Für Mässigkeit und Volkswohl»).

Vielen der 3500 Studenten und 600 Mitarbeiter ist das nicht wurst. Nur die wenigsten von ihnen sind eingefleischte Vegetarier oder Veganer. Jetzt haben sie den Salat. Der Entscheid der Uni-Leitung hat wenig Fleisch am Knochen. Immerhin müssen übergewichtige Studenten künftig nicht mehr abspecken.

Ich bin ein Secondhand-Veganer: Kuh frisst Gras, ich fresse Kuh. Veganer halte ich für erbarmungslose Menschen. Ein Kalb kann wegrennen. Aber ein Salat? Tofu habe ich schon probiert. Er schmeckt am besten vom Grill, wenn man ihn fünf Minuten vor Gar-Ende durch eine Bratwurst ersetzt. Ein Kollege kauft regelmässig Hackfleisch. Seine Frau formt daraus Salatblätter. Kinder von Veganern dürfen übrigens nichts beiseite legen, weil sie später das Sparsäuli schlachten müssten.

Die Bezeichnungen Vegetarier und Veganer sollen aus einer alten indianischen Sprache stammen. Sie bedeuten: «schlechte Jäger». Gegen 80 Prozent der Veganer sind Frauen. Wie man vernimmt, stöhnen die extrem Militanten unter ihnen beim Orgasmus keinesfalls. Weil sie nicht zugeben können, dass ein kleines Stück Fleisch so viel Spass machen kann. René Hildbrand

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10 Kommentare zu “Vegi-Zwang an der Universität Luzern: Jetzt haben die Studenten den Salat”

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