01. März 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Verhüllungsverbot: Die Linken wollen uns einreden, dass wir für Extremismus Verständnis haben sollen

Die damalige Aussenministerin Micheline Calmy-Rey (SP) setzte sich 2008 bei ihrem Iran-Besuch ein Kopftuch auf. Diese unterwürfige Haltung trug ihr viel Kritik ein.

Calmy-Reys Verhalten war und ist typisch für das linksliberale Milieu in der Schweiz, welches uns einreden will, wir müssten tolerant sein. Ganz in diesem Sinne haben wir, aus Rücksicht auf andere Religionen, sämtliche christlichen Symbole, also auch einen Teil unserer kulturellen Identität, aus den Schulzimmern verbannt.

Jetzt wollen uns die gleichen Leute weismachen, dass man mit der Initiative für ein Verhüllungsverbot Stimmung macht gegen Musliminnen und Muslime in der Schweiz.

Darauf muss man erst einmal kommen.

Nicht von den Schweizern geht Gefahr aus, sondern von jenen Leuten, die ihren Frauen das Tragen eines Niqabs oder einer Burka aufzwingen.

Ist es zu viel verlangt, wenn wir jenen Menschen, die hier leben wollen oder unser Land besuchen, Respekt gegenüber unserer Kultur abverlangen?

Verschleierte Frauen passen nicht zur Schweiz – auch wenn es bloss um 30 Touristinnen geht, wie die Gegner eines Verhüllungsverbots behaupten. Dann dürfte es erst recht kein Problem sein, dies zu unterbinden – der Tourismus geht deswegen nicht vor die Hunde. Aber wir können damit ein Zeichen setzen, wo bei uns Toleranz aufhört.

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11 Kommentare zu “Verhüllungsverbot: Die Linken wollen uns einreden, dass wir für Extremismus Verständnis haben sollen”

  • Johanna sagt:

    Bei uns zeigt man das Gesicht. Ganz einfach.
    Ein Kollege wurde am Bankschalter aufgefordert den "Töffhelm" auszuziehen. "Mache ich nicht" meinte er, "die oder der vorangehende KundeIn musste die Burka auch nicht ausziehen.
    Logisch oder?

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  • olive sagt:

    Was Ständerätin Maja Graf sagt, ist entlarvend:
    " «Diese rechtsnationalen Kreise bewirtschaften geschickt ihre Islamfeindlichkeit, indem sie Frauenrechte instrumentalisieren. Wir müssen hier einen Riegel schieben und dürfen nicht in diese Falle tappen.»

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  • Edmo sagt:

    Es ist logisch, dass wir Verständnis für Extremismus aufbringen sollen. Schliesslich werden unsere Linken ja auch täglich extremer. Wir sollen das verstehen und unterstützen. Wer fragt, ob wir an diesem ganzen Mist zugrunde gehen, hat einfach noch zu wenig Verständnis für den Extremismus. Deshalb müssen die Linken weiterhin an unserem Verständnis für Extremismus arbeiten.

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  • olive sagt:

    Selbst Elham Manea sagt heute : "Früher wusste sie nicht, wie sie die Religionsfreiheit mit Verboten des Kopftuchs vereinbaren sollte. Jetzt ist sie absolut überzeugt, dass der Schleier das Zeichen und Symbol des „politischen Islam“ ist. Wie man indoktrinierten Mädchen das Tragen des Hijab oder Niqab wieder abgewöhnt, ist eine offene Frage. Die Tatsache, dass Amerikas „Women’s March“ den Schleier als eine Form des Widerstands gegen Rassismus romantisierte, hat Manea besonders entmutigt"

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Der Auftritt der SP-lerin in der letzten ARENA war ein perfektes, "verlogenes" linkes und völlig falschhumanistisches Votum. so wie man die linken "Gutmenschen" ja kennt! Dass aber die FDP-Bundesrätin Keller-Sutter diese unglaubliche "Toleranzbereitschaft" vehement unterstützte, zeigt einmal mehr, wie heute gravierende Probleme der Gewalt oder in der Nicht-Migration von fremden Menschen und deren Kulturen und Religionen verstanden und beurteilt werden: Wer JA sagt ist ein "Rassist"........?!

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  • Florence sagt:

    Es war schon richtig dass Calmy Rey sich damals den Kopf bedeckt hat, genauso wie ich als Protestantin mir in Italien bei Kirchenbesichtigungen die Schultern und Arme bedecke Darum geht es: Die Gesetze und Gepflogenheiten des Landes welches man besucht,zu respektieren. Wenn ich das nicht beabsichtige zu tun,-aus welchem Grund auch immer-, dann bleibe ich in meinem Land.
    Wenn aber dieses Land mich verfolgt und terrorisiert, nehme ich die Gesetze und Regeln des Gastlandes gerne an. So einfach .

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  • juege sagt:

    Kopftücher passen auch nicht zur Schweiz

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  • VP-Falger sagt:

    Man muss sich ernsthaft fragen, ob Bundesrat und Parlament mit der Maskenpflicht nicht gegen ihr eigenes Recht verstossen und gebüsst werden mpssten. Dass man bei engem Beisammensein in geschlossenen Räumen mit einer Maske schützen kann ist nachvollziehber. Mein Arzt sagte mir, die Zahl an Influenzakranken massiv zurückgegangen sei.

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    • Melanie sagt:

      ... die Erkältungen / Grippeerkrankungen mögen zurückgehen auf diese Weise. Sicher. Aber: ob das denn gut sein soll für unser Immunsystem - vor allem dasjenige von Kindern, die es erst noch aufbauen und stählen sollten! - ist eine ganz andere Frage. Und zwar eine sehr gute. Ist doch Blödsinn, sich vor allen Viren/Bakterien zu schützen, nur damit man/frau dann dafür so richtig übel krank wird, wenn er/sie den Lappen nicht trägt. Einfach nur halbschlau, sowas.

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  • Tenor sagt:

    Ein Zeichen gegen die Scharia - und die Verhüllung der Frau ist Teil davon (und noch der harmlose!) - MUSS gesetzt werden.
    Sind die Linken eigentlich zu blöd, das zu erkennen? Toleranz mit einer religiösen Ideologie, die unsere westliche Kultur zerstören will und uns, als Vertreter davon, auslöschen will?
    Sowas gutheissen, nur um die SVP am Erfolg zu hindern? Wie bescheuert muss man sein, um in einer linken Partei mitzumachen?

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