02. Juli 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Verteidigungsministerin Viola Amherd plant den Kauf von 36 US-Kampfjets F-35. Doch warum entschuldigt sich die Walliserin vor den Medien dafür?

Als die Mitte-Bundesrätin Viola Amherd am Mittwoch offenbarte, der Bundesrat habe sich zum Kauf des US-Flieger F-35 entschieden, klang das nicht sehr überzeugend.

Mehrmals wies sie darauf hin, dass die Regierung gar nicht anders habe entscheiden können. Man habe aufgrund des Evaluations-Verfahrens keinen Spielraum für politische Abwägungen gehabt.

Will heissen: Hätte sich die Schweiz für ein europäisches Modell entschieden, wäre das ungesetzlich gewesen.

Wenn eine Verteidigungsministerin einen teuren Kaufentscheid mit Gesetzen rechtfertigen muss, dann hört sich das nicht an, als stünde sie hundertprozentig hinter diesem Kauf.

Bei ihren Antworten auf Journalisten-Fragen bekam man eher den Eindruck, Amherd wolle sich bei ihrem rotgrünen Wahlverein für den F-35 entschuldigen.

SP, Grüne und die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee haben für den Fall, dass ein US-Flugzeug gekauft wird, eine Initiative angekündigt.

Wir kaufen ein Kampfflugzeug für die nächsten dreissig, vierzig Jahre. Es ist deshalb richtig und weitsichtig, wenn wir den modernsten Flieger kaufen. Wenn es dann auch noch der günstigste ist, umso besser.

Also Frau Amherd, ein bisschen mehr Herzblut, sonst stürzt der F-35 ab wie der Gripen.

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16 Kommentare zu “Verteidigungsministerin Viola Amherd plant den Kauf von 36 US-Kampfjets F-35. Doch warum entschuldigt sich die Walliserin vor den Medien dafür?”

  • Putin sagt:

    Kampfjets mit Piloten sind Geschichte. Heute können schon viele Kinder mit Quadrocoptern mehr Schaden anrichten! Aufwachen die 6 Milliarden sind besser investiert in Ausbildung fuer Jugendliche mit Flair für IT!

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  • Pablo sagt:

    Die Linken verbrauchen in den nächsten 30 Jahren, hunderte von Milliarden Franken für ihren Sozialstaat, im Vergleich dazu, ist das Budget für die Flugzeuge ein Mückenschiss.
    Um bei diesem komplexen Geschäft mitzureden, reicht es nicht einen Papierflieger falten zu können.

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  • olive sagt:

    Helikopter wären für die CH sinnvoller.

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  • peterlinz sagt:

    Jeder Journalist ist ein Beschaffungsexperte für Kampfjets. Dabei geht es natürlich nur darum, die Beschaffung zu verhindern oder die Armee zu schwächen. Herr Köppel meinte, F 35 sei der beste Flieger, aber die Amerikaner unterstützten ja nie die Schweiz (nachrichtenlose Vermögen etc.). Immerhin war Trump der Schweiz freundlicher gesinnt als Biden. Ja sind denn die Franzosen besser oder die Deutschen? Die einen wollen die Kavallerie senden und alle verletzen geltende Verträge mit Erpressung.

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  • minibixi2008 sagt:

    Wann kriegen wir wieder richtige Volksvertreter im Bundeshaus die 100 prozentig zu ihrer Aufgabe stehen und sich nicht von diesem linken grünen Schleim beeinflussen lassen.
    Das Volk hat ja gesagt zum kauf, was gibt es da noch zu disskutieren?
    Eine Armee die sich von ihren Gegnern vorschreiben lässt was für Flugzeuge sie kaufen darf ist unglaubwürdig. Diese Stinker wollen doch einfach die Armee abschaffen.
    Vielleicht sollte man die Kampfjets mit Regenbogenfarben bemalen um den Feind abzuschreck

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  • Bischi49 sagt:

    So wie’s aussieht wurde hier wirklich sachlich entschieden und der aus militärisch-technischer und auch wirtschaftlicher Sicht Optimalste Jet evaluiert. Bravo! Warum denn so hinter dem Berg halten Frau Amherd? Es geht schliesslich um unsere Armee, unsere Verteidigungsfähigkeit und nicht um Politik, nicht darum irgend welchen Grosstonkotzern aus Brüsselstan oder woher auch immer einen Gefallen zu erweisen, der eh nichts nützt. Switzerland First !

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  • Stefan Mueller sagt:

    O.k. wenn man an den Wert von Uisserschwyzer-Geschwafel denkt...
    - der Duce-Couche-pine
    - der Kopftüechli-Grosi-Calmy
    - dem Äss-Ärr-Äff-Cina,-Metzler-Rückenschützen
    - den Veterinär-Familien-Experten-Darbellix
    - den Grabscher-Buttet
    - den Briger Hohohotelier-Bünzli-Kommunisten
    - die FIFA-Babuschkas Blatter und Infantilo
    - und all die Rotfunk-Anstalt-Schwätzer
    Tja da wäre wohl eher am Herd denn im VBS angesagt!
    Also wir boykottieren seit 2007 alles was mit diesem Hinterwäldler-Kanton zu tun hat!

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  • Realo100 sagt:

    Die richtige Entscheidung. 1 Milliarde sparen, das beste Flugzeug kaufen und schliesslich der EU den Rücken zeigen.
    Passt natürlich den Linken und ihren Sympathisanten nicht ins Konzept. War zu erwarten. Immer Dasselbe, es wird langsam langweilig

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  • oazu sagt:

    Wenn dieser BR-Entscheid für F-35, von Medien seit langem als "Luxus-Flieger" verschriehen, nicht sogar verdeckt taktischer Schachzug war, den links-grünen Armee- und Flugzeug-Gegnern sowie deren Mediensprachrohren in politische Hände zu spielen und erneuten Volksentscheid zu provozieren, in der Hoffnung, so noch ganze Flugzeugbeschaffung zu blockieren. Jedenfalls ist solche falsches Spiel mehr wie einer BR(in) zuzumuten.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Klar wird der Linksmüll nun dagegen dreckeln!
      Also Diejenigen, die
      - per sofort 2,5 statt 1,3 Brüssel-Mrd. verlochen wollen!
      - für sich selber Staatsknete abzocken wollten für nicht-stattfindende Bernsumpf- Plauderstündeli!
      - sich auf Antrag des Oberlinksextremisten H.J. Fehr.. ihre jährlichen 30'000 Spesenfränkli höchstpersönlich von Steuern befreiten
      - im ZH-Kantonsrat ihre Abzocke RÜCKWIRKEND um 50% erhöhten
      - für die 150 Juden-Mio. auf CH-Banken eine 2-Mrd-Stiftung errichten wollten
      etc etc!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass die amtierende EMD-Bundesrätin aus der "Mitte"-Windfahnenpartei stammt, haben ihre zögerlichen Worte zum Kauf des US-Jets F-35 klar bestätigt! Die "Mitte" will es halt immer allen Recht machen und niemand aus den links/grünen Umverteiler-Parteien verärgern! Amherd hätte mit überzeugten und klaren Worten den bundesrätlichen Entscheid kommunizieren müssen! Alles andere ist unschweizerisch, unsicher und unglaubwürdig! Ein weiters Negativbeispiel aus der Bundes-Exekutive-Werkhalle in Bern!

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  • Edmo sagt:

    Der Kaufentscheid dürfte wohl sachlich begründet und richtig sein. Der Bundesrat liess sich nicht auf politische Ränkespiele ein. Umso peinlicher ist es, wenn Frau Amherd den Entscheid jetzt aus der Opferrolle heraus zu erklären versucht. Damit disqualifiziert sie sich öffentlich. Versteht sie vielleicht von der Sache zu wenig, um den Entscheid ordentlich begründen zu können? Oder ist auch Amherd im Dauerwahlkampf und will es mit den Linken nicht verscherzen?

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  • VP-Falger sagt:

    Die "Landesfürsten" wie sich viele der Bundesräte fühlen, entschuldigen sich inzwischen für alles, was eigentlich die Schweiz und ihre Führung ausmachen sollte: Vertreidigung der Freiheit selbst mit militärischen Mitteln, Verfassungstreue (zu suchen Bei Bund und Parlament), eigene Gesetze und Richter (inzwischen auch schwammig) sowie bewaffnete Neutralität. Einfach beschämend, wie die Regierung ihr Rückgrat verloren hat.

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