04. November 2021
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Thomas Renggli

Viola Amherd fordert personalisierte Eintritts-Tickets für Fussball-Spiele. Hooligans und Krawall-Macher lachen sich ins Fäustchen

Es ist ein Evergreen der üblen Sorte. Seit Jahren wird im Schweizer Fussball versucht, die Gewaltexzesse in den Griff zu bekommen – erfolglos. Nicht weil es an den Möglichkeiten fehlen würde, sondern weil die Klubs vor den Fans kapitulieren.

Die Angst, den harten Kern des Anhangs aus den Stadien zu vertreiben, ist wesentlich grösser als die Bereitschaft, das Problem konsequent anzupacken.

Nun eilt Sport-Ministerin Viola Amherd zu Hilfe – und fordert ultimativ die Einführung von personalisierten Eintrittstickets.

Mit anderen Worten: Wie beim Restaurant-Besuch zu Corona-Zeiten kommen nur diejenigen Besucher(innen) ins Stadion, die ihre Personalien hinterlassen.

Die Gefahr ist gross, dass die Walliserin Amherd die Rechnung ohne den Wirt macht. IN ihrem eigenen Kanton könnte sie sehen, dass man von Daten-Erfassungen nicht viel hält.

Der Pächter der «Walliserkanne» in Zermatt ist ein Beispiel, die Fan-Gemeinde des FC Sion das andere. Im «Stade de Tourbillon» hatte sich der Anhang zu Beginn der Saison vehement gegen personalisierte Billette gewehrt.

So bleibt Amherd wohl nur ein Ausweg – das Dossier an Kollegin Karin Keller-Sutter weiterzureichen. In ihrer Funktion als Präsidentin der Justiz und Polizeidirektoren-Konferenz war die St. Gallerin den einzigen Weg gegangen, der von den Hooligans und Ultras verstanden wird: die Nulltoleranz-Lösung – Übernachtung hinter schwedischen Gardinen inklusive!

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5 Kommentare zu “Viola Amherd fordert personalisierte Eintritts-Tickets für Fussball-Spiele. Hooligans und Krawall-Macher lachen sich ins Fäustchen”

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