22. Januar 2021
Christoph Mörgeli

Vor 150 Jahren überschritt die Bourbaki-Armee die Schweizer Grenze

10000 Menschen aus Mittelamerika drängen in Richtung USA, um die neue Willkommenskultur von Joe Biden zu nutzen. Vor 150 Jahren haben 87000 Männer die Schweizer Grenze überschritten. Sie kamen allerdings nicht, um zu bleiben. Sondern um sich von ihrer Erschöpfung, ihrem Hunger und ihren Krankheiten zu erholen.

Eine ganze französische Armee unter General Bourbaki war im Deutsch-Französischen Krieg gegen den Jura abgedrängt worden. Nach Bourbakis Selbstmordversuch bat dessen Nachfolger Justin Clinchant am 28. Januar 1871 den Bundesrat um Internierung seiner völlig demoralisierten Soldaten.

Bei eiskaltem Wetter überschritten die «Bourbakis» die Grenze im Neuenburger und Waadtländer Jura. Sie wurden entwaffnet und mitsamt 12000 Pferden in der ganzen Schweiz verteilt.

Das Mitgefühl und die Solidarität waren riesig – obwohl die Franzosen die Pocken einschleppten.

Weil hierzulande beim Impfen geschlampt worden war, kam es verschiedentlich zu Ausbrüchen der hochinfektiösen Viruskrankheit. Dennoch kam ein Lockdown nicht in Frage. Dafür sorgte man für die vollständige Rückreise der Hilfesuchenden nach Beendigung des Kriegs. Tempi passati.

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.