23. Juli 2021
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Thomas Renggli

Vorsicht vor dem Velo! Weil Fahrradfahrer die Vortrittsregel missachten, kommt es jährlich zu 200 schwerwiegenden Unfällen.

Auf den Strassen der Stadt Zürich tobt der Verdrängungskampf der Ideologien und Moralvorstellungen. Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart will flächendeckend Tempo 30. Ihr Stadtratskollege Richard Wolff sperrt Quartierstrassen im Sommer bereits ganz für den motorisierten Individualverkehr. Und die Ökodemonstranten dürfen per Velo die Stadt für sich beanspruchen und sogar den öffentlichen Verkehr lahmlegen – immer wieder freitags.

Nun liefert die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) eine beängstigende Statistik: Jährlich kommt es zu 200 gravierenden Zusammenstössen, weil Velofahrerinnen und Velofahrer den Vortritt missachten. Im vergangenen Jahr starben vier Menschen bei entsprechenden Kollisionen, 60 wurden schwer verletzt. Die BfU meldet gleichzeitig, dass sich die Velounfälle wegen Ignorierens von Rotlichtern, Fahrens auf dem Trottoir sowie Fahrens ohne Licht reduziert haben.

Wer dies nun als positives Signal wertet, verkennt die Relationen. Denn jeder andere Verkehrsteilnehmer (mit Auto oder Motorrad) wäre seinen Führerausweis ziemlich schnell los, wenn er in der Fussgängerzone oder mitten in der Nacht ohne Licht herumkurven würde.

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19 Kommentare zu “Vorsicht vor dem Velo! Weil Fahrradfahrer die Vortrittsregel missachten, kommt es jährlich zu 200 schwerwiegenden Unfällen.”

  • M. Rohrbach sagt:

    Laut BfU ist für Kollisionen nur 1/3 der Velofahrer selber Schuld, der Rest geht aufs Konto der Autofahrer.
    Als Jahrzehntelange Motorrad-, Auto-,EBike-Fahrerin (30'000km) kann ich ein Liedchen von Autofahrern singen, die mich auf dem Velo mit knappen Überholmanövern und Ausbremsen erziehen wollen. Mein eigenes, korrektes Fahrverhalten spielt dabei absolut keine Rolle!
    Mit solchen irreführenden Artikeln hetzen Sie die Autofahrer auf die Velofahrer. Sehr enttäuschend von der Weltwoche!

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Es gibt eine rasche und wirksame Möglichkeit, diese Saumoden abzustellen: 90% der Velofahrer haben auch einen Fahrausweis. Mit der Missachtung der Vortrittsregeln zeigen sie, dass sie charakterlich und/oder gesundheitlich nicht tauglich sind für den Strassenverkehr. Die kantonalen Strassenverkehrsämter können von Gesetzes wegen diesen Leuten auf administrativem Weg den Fahrausweis wegnehmen. Diesen bekommen sie erst zurück, wenn ein verkehrspsychologisches Gutachten die Fahrtauglichkeit bestätig

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  • M. Rohrbach sagt:

    Velo fahren ist eine Charakterfrage.
    Auto fahren auch.

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  • Werner sagt:

    Eine Episode: Ein Velofahrer überfuhr ein Rotlicht und kollidierte mit meinem Auto. Er stürzte über meine Kühlerhaube vor das Auto, blieb kurz liegen, erhob sich und kam mit schuldbewusster Miene auf mich zu - bis sich ein Passant einmischte und mich als Raser anschrie. Nun stimmte der Velofahrer in das Geschrei ein. Als ich ihm anbot, sich den Vorfall auf meiner Dashcam anzusehen, schwang er sich über den Sattel und brauste davon. Das ist Zürich.

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  • Ba We sagt:

    Die Ketteliterroristen - bei einem Unfall ist immer der Autofahrer schuld. Nie der Velofahrer. Leider Praxis.
    Ich muss mit dem Auto an einer unübersichtlichen Ausfahrt über einen Fussgänger/Veloweg. Werde deshalb regelmässig von aggressiven Velofahrern angemotzt, wenn ich mich auf deren eigenen !!! Veloweg vortaste, damit ich ohne Schaden rausfahren kann. Und ein ständiges Vor- und Zurückfahren geht nicht, die Fahrzeuge hinter mir schliessen ja sofort auf.

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  • Peter Rossa sagt:

    liebe Zürcher*:&%//Innen, wie lange noch wollt Ihr diese von Euch selbstgewählte grüne Fascho-Diktatur noch ertragen ? (vorläufig) noch könntet Ihre diese Bande einfach abwählen. Später wird es zu spät sein. Nur die aller-dümmsten Kälber ....

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    • holsderkuckuk sagt:

      Es sind wahrscheinlich die wenigsten, die, die diese Politiker wählen. Die anderen die keine Zeit zum wählen und abstimmen sind verantwortlich für diese Misere. Wer es zulässt, dass die Mehrheit der Kandidaten auf der Wahlliste Rote und Grüne sind und nicht für übrigen Kandidaten seine Stimme abgibt, handelt gedankenlos.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wie wäre es, wenn all die Zahlen der BfU von schweren, selbstverschuldeten Velounfällen, sachlich und vorbedinglich, analysiert und ausgewertet würden, bevor man die Velofahrer(innen) als "Halbgötter" betrachtet und alles straffrei duldet? Ein "frommer Wunsch", der in einer linksideologischen Stadt nie erfüllt wird! Velobenützer(innen) und ihr anarchistischer Umgang mit Ordnung und Verkehrsregeln sind also nie strafbare Handlungen, darum sind die 200 schweren Unfälle weiterhin tabu!

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  • Realo100 sagt:

    Kampf dem Veloterror! Warum gibt es nicht mehr Kontrollen? Es liegt doch auf der Hand: Blitzkästen in 30-Zonen bringen viel mehr Geld ein und sind nicht sehr personalintensiv. Unsere linken Stadträte sind befangen, teilweise korrupt oder beides. Eigentlich sollten sie für ihre verkehrte Verkehrspolitik zur Rechenschaft gezogen werden. Einmal mehr: Politiker sollten mit ihrem Privatvermögen für das von ihnen verursachte Desaster haftbar gemacht werden.

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  • Melanie sagt:

    Das Gehen auf Trottoirs ist seit längerem für nicht mehr ganz Junge ein totaler Spiessrutenlauf.!! Ich lass mich u.a. auch deshalb frühpensionieren, weil ich nicht mehr täglich dem Risiko ausgesetzt sein will, von rücksichtslosen Bikern/Rollern/Velo-Tublen und Trotti-Kindern halbtot oder tot gefahren zu werden. Wenn ich noch jung wäre, würde ich Zürich fluchtartig verlassen. Alles was hier mal schön und lebenswert war, geht nun ziemlich rasch bachab, so wie's ausschaut.

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  • peter.b sagt:

    Das BFU muss eine eigene Logik anwenden: Es gibt weniger Unfälle wenn man das Rotlicht missachtet, auf dem Trottoir oder ohne Licht fährt.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Die eigene, abgeschlossene Welt der Bundes-und Staatsbediensteten schafft neu Fakten. Keine Angst es wird der Tag kommen, dass man auf die öffentliche Ankündigung es wäre heller Tag besser selbst aus dem Fenster schaut um sich zu vergewissern.

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  • T sagt:

    Den Veloterrorist-Ideologen sollte ein gut leserliches Kennzeichen zur Pflicht gemacht werden. Auch müsste eine Theorie- und Praxisprüfung absolviert werden müssen. Selbstverständlich müssten dann auch Steuern für die Veloinfrastrukturbauten erhoben werden. Die Polizeiorgane sollten im gleichen Verhältnis, wie beim motorisierten Verkehr verpflichtet werden, Busseneinahmen bei den Velofahren zu generieren.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Manchmal nehm ich zum Spass das Velo und fahre kreuz und quer durch die Stadt - wider alle Verkehrsregeln: über Rotlicht, über Stopps, auf Troittoirs, Slalom zwischen Fussgängern, Gegenrichtung Einbahn, in Fussgängerzonen. Das ist total geil. Und niemand sagt was. Nur ein paar Fussgänger äussern manchma etwas, aber ich sause so schnell weiter, dass ich es nicht hören kann.

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