20. Juli 2021
Florian Schwab

Warum man Wikipedia nicht mehr trauen darf: Brisante Einsichten von Mitgründer Larry Sanger

Wer bei Google nach Themen oder Personen der Zeitgeschichte sucht, wird meistens zuerst an Wikipedia verwiesen. Die Online-Enzyklopädie hatte bei ihrem Start vor 20 Jahren ihr Gründungsprinzip in Stein gemeisselt: den Grundsatz des «neutralen Gesichtspunkts». Die Artikel sollten ein Thema «fair, ausgewogen und – soweit möglich – ohne redaktionelle Schlagseite» beleuchten. Die Garantie dafür sollte das Vielaugen-Prinzip sein. Indem jeder des Recht hat, an einem Artikel mitzuarbeiten und Korrekturen vorzuschlagen, kommen alle Facetten eines Themas ans Licht.

Soweit die Theorie. In der Praxis besteht seit einiger Zeit der Verdacht, dass Wikipedia eine eindeutige Tendenz nach links aufweist. Neue Nahrung erhält dieser ausgerechnet durch ein Interview, das Wikipedia-Mitgründer Larry Sanger dem YouTube-Kanal «LockdownTV» gab. Darin sagt der Wikipedia-Mann der ersten Stunde, er traue dem Lexikon, das er mitbegründet hat, nicht mehr.

Heute sässen vor jedem Artikel zu einem halbwegs kontroversen Thema eine Armee von Leuten, die den Inhalt zu kontrollieren versuchen. Diese Situation sei in den letzten fünf Jahren regelrecht eskaliert. «Hinter den Kulissen wird ein garstiges, komplexes Spiel gespielt, um den Artikeln eine bestimmte Botschaft einzuimpfen.»

Diese Botschaft entspreche meistens den Ansichten des linken Establishments. Abweichende Ansichten, beispielsweise konservative, würden ausgeblendet. Das sei ein grosser Unterschied zu den Anfängen, als Wikipedia eine freiheitliche Alternative zu professionellen Meinungsmachern sein wollte. «Das richtige Wort», um das heutige Wikipedia zu beschreiben, «ist Propaganda».

Link zum Interview mit Larry Sanger: https://www.youtube.com/watch?v=l0P4Cf0UCwU

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17 Kommentare zu “Warum man Wikipedia nicht mehr trauen darf: Brisante Einsichten von Mitgründer Larry Sanger”

  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Es gibt ja bald kein Medium mehr das nicht primär als linkes Propagandainstrument dient.

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  • Konrad Kugler sagt:

    Natürlich traue ich Wiki weiterhin, wenn es um Informationen zu Mangos aso geht. Wikipedie ist gekapert von Ideologen wie alle anderen Großorganisationen, wie UNO, EU usw.

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  • johann6a sagt:

    Was der Autor beschreibt, stimmt für ideologisch aufgeladene Themen, wo der Linksdrall immer deutlicher wird. Bei strikten Sachthemen ist Wikipedia immer noch nützlich, zum Beispiel wenn ich innert Sekunden erfahren will, wann die Abstimmung über die 2. Säule (Senkung des Umwandlungssatzes) stattgefunden hat.

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  • Heinrich sagt:

    Neues Buch über Wikipedia und den eher dubiosen Publikations-Aspekten: Nicht für Alle da die einen Beitrag schreiben wollen wie behauptet wird, sondern stark hierarchisch organisiert und politisch links. Artikel die diffamieren können kaum gelöscht werden und müssen in Californien beim Gericht angefochten werden, Fortsetzung:
    Das neue Buch "Schwarzbuch Wikipedia" von A. Mäckler. https://www.freiewelt.net/nachricht/wikipedia-gruender-larry-sanger-misstraut-seiner-eigenen-schoepfung-100856

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  • nebo sagt:

    wikipedia ist soviel wert wie die sogenannten faktenchecker. Nämlich gar nichts bzw. Kontrollorgan der Informationen. "Links" liegen lassen und selber recherchieren.

    https://www.westernjournal.com/wikipedia-co-founder-warns-website-compromised-wealthy-elites-shore-power-points-glaring-omission-biden-page/

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  • Edmo sagt:

    Rotgrün besetzt sämtliche Institutionen. Dahinter steht ein klares, marxistisches Konzept. Wikipedia ist auch längst eine Institution und deshalb ist es selbstversändlich, dass die rotgrünen Globalisten auch da eine führende Rolle spielen. Die NGO-Mafia ist bestens vernetzt und finanziert. Als Nutzer von Wikipedia muss man sich jederzeit bewusst sein, dass viele Themen nur rein ideologisch bewirtschaftet sind. Hat ein Thema eine politische Relevanz, kann man Wikipedia schlicht vergessen.

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    • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

      NGO-Mafia ist das Stichwort. Mit der Manipulation von wikipedia kann man mit wenig Geld viel Einfluss gewinnen. Eine Truppe von Multimilliardären zu tun, die wissen, dass sie ihr Vermögen nicht ins Grab nehmen können macht jetzt auf Weltverbesserung. Dazu gehört der Berner Hansjörg Wyss, der George Soros. Die machen es heimlich.
      Ob Bill Gates dazu zu zählen ist, weiss ich nicht. Er macht sein Engagement öffentlich und damit setzt er sich auch der Diskussion aus.

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  • Werner sagt:

    Das ist die traurige Wahrheit. Wikipedia ist heute fast nur noch für Informationen der exakten Wissenschaften und Techniken zu gebrauchen. Gewisse Themen werden systematisch von linken Ideologen besetzt. Leuchtendes Beispiel ist der Klimawandel. Ein Beispiel: Stickwort "Klimaleugnung" (früher Klimaleugner). Dieser Begriff wird fast ausschliesslich von Reto Knuti besetzt und umfass ca. 50 (!) Seiten. Wer dort eine Ergänzung platziert sieht diese innert weniger Stunden wieder gelöscht.

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    • baloiszydeco sagt:

      Jetzt heisst es 'Klimawandelleugnung' Schon der Titel, kompletter Unsinn. Inhalt abstruse psychologische Deutungen und pseudowissenschaftliche Auf- und Er-zählungen, zu fast 90 % 'beherrscht' von Andol. Solange diese debile Kakofonie von diesem Schnurri stehen bleibt keine Spenden mehr. Siehe auch:
      https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-29/wirtschaft-wissenschaft/knuttis-gruner-schatten-die-weltwoche-ausgabe-29-2019.html

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    • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

      britannica.com kostet Geld, aber sie bemühen sich um Ausgewogenheit. Wobei auch diese den wissenschaftlichen Modeströmungen ausgesetzt sind.

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  • Bischi49 sagt:

    Unterwandert haben sie schon immer, die Linken. Den Schaden, den sie dabei hinterlassen, wiegen sie mit der Infiltrierung ihres Weltbildes auf.

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  • juege sagt:

    Das ist aber schon lange bekannt.

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  • Hans Peter sagt:

    Höchste Zeit, diesen gravierenden Misstand breit bekannt zu machen.
    Ich nutze dieses Portal seit längerem nur noch bezüglich Höhe von Bergspitzen, Einwohnerzahl von Ländern etc.
    Die politisch brisanten Artikel lese ich höchsten noch zum Amüsement bzgl. aktuellste ideologische Knörze.
    Geldspenden an die gibts jedenfalls längst keine mehr.

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  • bhueti sagt:

    Nicht ganz überraschend wenn man sich überlegt, wer Zeit und Muse hat auf Wikipedia Beiträge zu erstellen / editieren.
    Politisch bestrittene Themen werden von einer linken Bubble dominiert. Gut zu verfolgen am Beispiel des Eintrages SVP. Spannend wenn man auch die Versionsgeschichte und die Anzahl der Edits seit der Initialversion von 2003 verfolgt (über 2'000 edits). https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schweizerische_Volkspartei&dir=prev&action=history

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  • Jakob Sommer sagt:

    Traurig aber wahr. Dazu hat M. Fiedler den absolut sehenswerten & spannenden Dokumentarfilm „Zensur“ gedreht.
    https://youtu.be/HH-Ym-an2xw

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  • olive sagt:

    Das merkt man schnell, wenn man gewisse Dinge in wiki nachsehen will.
    Personen werden dort verleumdet , wenn sie andere Meinung über ein Thema sind (z.B Clemens G. Arvay bez. Corona und Impfungen) und Themen werden versucht ausnahmslos Richtung Regierung und Zeitgeist zu "korrigieren". Unverfängliche Themen lässt man in Ruhe.

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  • oazu sagt:

    Alles andere müsste ja äusserst erwundern. Sind doch sämtlich Staatsmedien systematisch von links-grünen Jorunalisten durchdrungen, bei SRF sagen ja 70% offen, dass sie links-grün sind, 20% zeigen Sympatien für links-grün, Rest sagt nichts, würden sie doch von übrigen völlig ausgegrenzt würden. Dass in diesem Sumpf die Führung aus gleicher Küche kommt, ist selbstverständlich. Mit solchem Meinungsmissionaren können sie und die Soro's hinter ihnen doch kein neutrales Wikipedia zulassen

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