27. August 2021
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René Hildbrand

Warum sich Basler und Zürcher nicht mögen

Die Rivalität zwischen Zürchern und Baslern dürfte ihren Ursprung im Mittelalter haben.

Basel war damals nämlich nicht nur die wichtigste und grösste, sondern dank dem Daig (gab es damals schon) auch die reichste Stadt der Schweiz.

Als Zürich 1351 der Eidgenossenschaft beitrat, belagerten Österreicher die Stadt – mit tatkräftiger Unterstützung von Baslern. 

Das Verhältnis der beiden Städte ist bis heute durch Spöttereien und Animositäten geprägt. 

Beispiel: Das Schönste an Basel ist der IC nach Zürich.

Und umgekehrt.

Die Zürcher nehmen die Rivalität übrigens lockerer als die Basler.

Ich behaupte mal, die Bebbis haben Unterlegenheitsgefühle gegenüber den Zürchern. Aber warum bloss? Die Kulturstadt hat doch die chemische Industrie. Und der FCB tschuttete jahrelang besser als GC und der FCZ.

Dafür ist der Zürcher Dialekt halt aparter. Und wir haben einen wunderschönen See. Viele Basler finden die Zürcher arrogant. Ihre Stadt verliert hingegen jedes Jahr Einwohner an die Limmat-Stadt.

Was Basel anbelangt, habe ich einen Jahrzehnte-alten, unerfüllten Traum. Ich möchte einmal am Morgestraich teilnehmen, und (jetzt kommen Basler Tabu-Ausdrücke) im Konfetti-Regen während dem Umzug die Karnevalisten mit den schönen Masken und Abzeichen fragen, wo an diesem Fest der Böögg verbrannt wird.

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8 Kommentare zu “Warum sich Basler und Zürcher nicht mögen”

  • T sagt:

    Der letzte Abschnitt als reine, wenigstens angekündigte Provokation verfasst. Versuchen Sie es doch im Räppli-Regen während dem Cortège die Fasnächtler mit den schönen Larven zu fragen, wann der nächste IC nach Zürich fährt. 😉

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  • scavenger sagt:

    Gibt es die Basler überhaupt noch , wenn ich in Basel bin höre ich nur noch Hochdeutsch und Türkisch.

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  • juege sagt:

    Ich, Stadtzürcher (was ich heute bedaure) hatte früher meine helle Freude an den Schnitzelbänken.
    Schnitzelbank heute: linker Mainstream. Keine Wunder, ist doch heute selbst der Daig kommunistisch.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Aha, die Zürcher mögen die Basler nicht und die Basler giftelen gegen die Zürcher! Laut den Medien mögen aber bei Städte eine hohe Migration! All diese eingewanderten Menschen werden Willkommen geheissen und sind keiner Kritik ausgeliefert. Wer sich besorgt über die nicht mehr endende Einwanderung in unser kleines , enges Ländchen, öffentlich zeigt, wir in Zürich und in Basel heftig kritisiert und umgehend in eine "rechtsextreme Ecke" gestellt!

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  • St. Jakob 1444 sagt:

    Es ist gerade umgekehrt. Drei Mal haben die Zürcher die Eidgenossenschaft verraten. Was hier nie vergessen wurde ist, als sich am 26. Augsten 1444 die Eidgenossen sich kamikazemässig in die Schlacht von St. Jakob warfen, die Zürcher gerade einmal wieder mit den Habsburger paktierten. Bzw. die Armen Gecken (Armagnaken) nur auftauchten, weil eben die Zürcher vorgängig wieder einmal Verrat begangen haben und darum belagert wurden. Bürgermeister Brun, Waldmann und Stüssi schlug man die Köpfe ab...

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Dass waren schöne Zeiten, als diese Lokalpatriotismus-Witzli noch Lacher waren. Aber seit ich die Witzli auf Hochdeutsch erzählen muss, damit sie die Hälfte der Bevölkerung versteht, ist mir das Lachen vergangen.

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