28. Mai 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Was ist bloss in diesem Land los? Da stellt der Bundesrat die EU endlich einmal in den Senkel – und sogleich setzt ein grosses Lamento ein

Die Schweiz habe unumwunden und unilateral, ohne politische Absprache mit der EU die Verhandlungen für beendet erklärt, schrieb die NZZ über den Entscheid der Landesregierung. Solche Sätze geben einem zu denken.

Hätten wir zuerst brav die Brüsseler Kommissare fragen sollen, ob wir die Gespräche abbrechen dürfen?

Aber exakt dies war die Tonalität vieler Schweizer Medien bei der Berichterstattung über die Beerdigung des Rahmenvertrages. Die Tamedia-Zeitungen versuchten den Entscheid des Bundesrates als «aussenpolitische Blamage» darzustellen. Die CH-Media Blätter unterstellten dem Bundesrat, er verfahre nach dem Prinzip Hoffnung. Und alle tun so, als breche jetzt sofort grosses Unheil über die Schweiz herein.

Was ist nur los in diesem Lande. Da rauft sich die Regierung nach sieben Jahren endlich einmal zusammen, stellt die EU in Form einer Absage in den Senkel und sogleich hebt ein allgemeines Lamento an.

Hätte der Bundesrat vielleicht auf der ganzen Linie nachgeben sollen? Die EU ist nicht das von Lifestyle-Sozialisten wie Cédric Wermuth und abgehobenen Grünliberalen wie Angelina Moser verheissene Paradies.

Sie hat sich zu einem Moloch entwickelt, der in immer mehr Mitgliedsländer hineinregieren will. Damit tun sich selbst die Gründerstaaten Frankreich und Deutschland schwer. Es ist das grosse Glück der Schweiz und sogar eine ihrer Stärken, dass sie diesem Klub nicht angehört.

Die Schweiz stehe wirtschaftlich viel besser da, als alle umliegenden EU-Staaten, sagte der frühere Bankier Oswald Grübel kürzlich in einem Interview mit dem Nebelspalter. Deshalb könne er nicht verstehen, warum man sich diesen Staaten (via Rahmenvertrag) unbedingt annähern wolle. Das führe nämlich dazu, dass die Eidgenossenschaft auf das gleiche Niveau falle.

Das hat der Bundesrat jetzt gottlob auch gemerkt.

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25 Kommentare zu “Was ist bloss in diesem Land los? Da stellt der Bundesrat die EU endlich einmal in den Senkel – und sogleich setzt ein grosses Lamento ein”

  • Realo100 sagt:

    Rahmenabkommen auf Nimmerwiedersehen! Die Katastrophe für die Schweiz wird ausbleiben , genauso wie auch die Covid-19 Katastrophe ausgeblieben ist. Hört doch bitte endlich auf mit dieser primitiven Panikmache!

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    • Stefan Mueller sagt:

      und vor allem bei all deren kranken Untergangs-Szenarien,
      was haben diese Dummschwätzer Lackaffen Linksidioten und Staatsfuttertrog-Abzocker nicht alles zum Brexit gewusst/"prognostiziert"!?!?
      Gestern schwadronierte das EU-kranke-Plauder-Professorli im Staatsrotfunk-Club gar Coronazahlen runter...um seine Lügengeschichten noch widerlicher daherzugeifern!
      Dabei-
      Prognosen für 2021:
      BoE; BIP-Wachstum für GB plus 7,9%
      Muttis "Wirtschaftsachverständigenrat": Merkelstan plus 3,9%
      Gesamt-EU plus 4,1%

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  • Janosh sagt:

    Dieses Insta-Abkommen war von Anfang an eine Totgeburt und der definitive Abbruch der Verhandlungen die logische Folge.
    Die Schweiz hätte die EU darauf aufmerksam machen müssen, dass die direkte Demokratie ein zentrales Element der Staatsordnung ist und die Aufgabe unserer Souveränität, wie es das Abkommen verlangt deshalb unmöglich ist.
    In keinem anderen Staat der Welt gibt es auf nationaler Ebene auch nur annähernd so weitgehende direkte Einflussnahme der Bürger.

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  • verena sagt:

    @scavenger
    Das ist so! Das Volk war schon seit anbeginn, gegen die Unterjochung der EU. Letztendlich musste aber die Politik entscheiden, ob sie eine zusätzliche Abfuhr vom Volk wollen.
    Dies wollten die aktuellen Bundesräte verhindern. Somit wurden sie sozusagen zu den ‚Lorbeerenernte‘ gezwungen;)Aber das realisieren diese sowieso nicht. Sie sind jetzt im Trauermodus😉

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  • Elba sagt:

    Das Tageszeitungs-Abonnement habe ich schon vor Jahren gekündigt, da sich deren politische Ausrichtung unerwünscht und immer stärker verschoben hatte. Wie man hört, finanzieren wir die Indoktrinierung trotzdem, durch Nutzung von Portalen/Diensten, die den einseitigen Medienhäusern gehören. Hier sollte deutlich mehr Aufklärung des Publikums erfolgen.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Die Postille-Besitzer-Milliardärs-Clans, Ringier Coninx Wanner machen nicht nur Knete mit ihren zusammengekauften/zusammengerafften Portalen.
      Dank ihrer Vasallen-/Regime-/Obrigkeithörigkeit zocken die jährlich hunderte von Steuerzahler-Millionen ab...zugeschanzt vom Volksgenossen-Filz zu Bern!!
      Obendrein zockten all diese ekelerregenden (laut Linken) HALUNKEN und Heimatmüden trotz massivstem Millionen-Gewinn 2020 auch noch über 200 Corona-Milliönchen ab...
      wieder vom Linksstaatsfilz zugeschanzt!

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  • Werner Marti sagt:

    Nebst noch wenigen stolzen Schweizerbürger tummeln sich vor allem in den Medien, SRF/SRG, und Bundespolitikern, immer mehr heimatmüde Nestverschmutzer herum, die meist noch vom selben Staat gefüttert werden.

    Gottseidank haben wir kein Krieg!
    Wieviele Landesverräter, Überläufer sich da in unseren Reihen befinden würden ist da ja ersichtlich.
    Da wäre nur zu hoffen, dass dann die Militärjustiz noch
    "Richtig" funktionieten würde...

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  • Peter Eschmann sagt:

    Wer? Muth? Hat er nicht und hat es verpasst, ihn sich zu erarbeiten.

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  • Reutimann Werner sagt:

    NZZ kommentiert das Geschehen ums Rahmenabkommen seit Mittwoch ausschliesslich negativ. Obgenanntes wird in der heutigen Ausgabe gekrönt mit dem Vorschlag, auf ERSTER Seite, "EU-Beitritt nochmals vors Volk". Zusätzlich unterstützt durch NR Fiala im gestrigen Talk täglich auf TeleZüri, v.a. an R. Köppel gerichtet: "hätten die beiden FDP-BR zusammen mit den zwei SP-BR gestimmt, wäre das Rahmenabkommen unterschrieben". Ja, diese FDP-National-Rätin passt gut zur eigenen Parteichefin!

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  • Benedikt sagt:

    Die verlogenen Linken/Grünen. Es liegt schon lange auf der Hand, dass diesen Technokraten die direkte Demokratie ein Dorn im Auge, zeigt z.B. die Reaktion bei verlorenen Volksabstimmungen. Sie lechzen nach mehr Macht damit sie ungehindert ihre sozialistischen Ideologien auf die Menschen ergiessen können. Es tut gut, dass sie einen Dämpfer eingefahren haben.

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  • Edmo sagt:

    Die Medien spielen verrückt. Die Tagesschau von SRF gestern Abend war nichts weiter als verbales Sirenengeheul. Statt des Geschwurbels hätte SRF einfach landesweit die Sirenen heulen lassen können und am Radio begleitend dazu die Bevölkerung in die Luftschutzkeller dirigieren. SRF scheint sicher zu sein, dass nach der Kriegserklärung unseres BR ein Angriff der EU direkt bevorsteht. Nur hat keiner von den SRF Panikmachern jemals gehört, dass wir intakte bilaterale Verträge mit der EU haben.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Interessant waren auch d8e Berichte im Fernsehen wo man die Lieblinge von SRF als Erstes, natürlich Angelina Moser, Präsidentin der Aussenpolitischen Kommissi0n und den EU-Turbo Cedric Wermuth. Bei 10 vor 10 hat man vermutlich den falschen Gast (Gewerkschafter) eingeladen, der nicht auf das Niveau von SRF reingefallen ist .Der Badische EU Kommissar hat gestern geglaubt, wenn das Volk hätte abstimmen können, dann hätten 3/4 dem Rahmenvertrag zugestimmt. Unglaublich diese Anmassung.

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  • VP-Falger sagt:

    20 Minuten titelte: "Rahmenabkommen weg: Weniger Jobs und mehr Stromausfälle?" Wer war massgeblich an der Schleusenöffnung der EU-Zuwanderung beteiligt? Ja, genau die, welche heute über Entlassungen heulen. Wer hat die Atomkraftwerk-Weiterentwicklung verhindert? Ebenfalls jene, die heute über mögliche Stromausfälle sinnieren. Wer wird künftig jammern, dass wir in Kriege hinengezogen werden und die Neutralität von machtlüsternen Magistraten beerdigt wird? Die UNO-Beitrittsbefürworter notabene...

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    • waschiwischi sagt:

      Kunstück, gehört doch 20 Minuten zu der Schweizer Prawda - dem Tages-Anzeiger!

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      • Stefan Mueller sagt:

        Auch das war keine Idee aus dem linksversifft-triefenden-Tagesanlüger-Sumpf,
        sondern wie üblich was von Anderen Entwickeltes, das sich der Coninx- Milliardärsclan mit seiner Linksstaatsfilz-Corona-Abzocke-Mafia erschlich und zusammenraffte!
        Das Lustigste dabei, wie die geifernde Journaille dieser Sekte nur noch dazu dient, kranken Linkstrollen eine Plattform zu geben, damit niemand aus dem Gutmensch-Biotöplein aufwachen und bemerken könnte, dass man nur der nützliche Idiot für "HALUNKEN" ist!

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  • minibixi2008 sagt:

    Solchen Medien wie die NZZ zum Beispiel darf man einfach keine Beachtung schenken. Die ganze linke Medienmafia ist schon lange in deutschen Händen.
    Darum versucht man alles unser Land in den Dreck zu ziehen und uns Schweizer lächerlich zu machen.
    Es gibt nur eine Antwort kündigt eure Abos. Um über das Weltgeschehen informiert zu werden braucht heutzutage niemand mehr eine linke fak News Zeitung.
    Dafür um so mehr eine obiektive korrekte Weltwoche.

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    • Benedikt sagt:

      Habe sämtliche Abos bereits vor Jahren gekündigt. Das unsäglichste von allen, das Zwangs SRF Abo mit den linken Kuscheljournalisten in ihrer geschützten Journalistenwerkstatt, kann ich leider nicht kündigen.

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  • Mueller sagt:

    Die Aufgabe dieser allermeist linken Journis ist es , Angst und Panik zu verbreiten, das steigert den Absatz! Das wiederum erfreut die Verleger! Deshalb lassen sie ihre Weltverbesserer- Melonen munter drauf los schreiben! Geld ist nicht an Ehrlichkeit gebunden! Gottseidank gibt es noch Ausnahmen wie die Weltwoche mit ihrem Verleger R. Köppel!

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Keine Serafe-Gebühr mehr für Schweizer Radio und Fernseh. Keine Subventionen mehr für Tagi, Blick, NZZ und dir daran angebunden Lakaien-Medien wie Basler Zeitung, Berner Zt., Bund etc.

    Freie Wahl der Infos für freie Menschen.

    Problem gelöst.

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  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Jetzt ist heulen und zähneklappern angesagt. Trauerarbeit der Europathen. Das soll man respektieren.
    ...bis es einem dann doch zu sehr auf die Nerven geht.

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  • Wildstrubel sagt:

    Nun beginnt sogar die NZZ die einzige wahre Demokratie der Welt, die unserer Eidgenossenschaft, zu untergraben - Schande über die NZZ, was für ein linkes Käseblatt!
    Ich erinnere daran, dass wir in der Schweiz politisch umgeben sind entweder von Parlaments-Diktaturen oder alleinherrschenden Präsidenten oder Mischungen davon.
    Eine von unten (Bürger) bis ganz nach oben (Regierung) Demokratie kennt nur die Schweiz.
    Es ist Zeit, der NZZ Knieschoner zu schenken, damit sie in Brüssel konform auftritt.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Die Medien veranstalten tatsächlich ein unheimliches Lamento und berichten nur noch über die möglichen Folgen (Strafaktionen oder spürbar werdende Sanktionen aus Brüssel!) Mit keinem Wort wird nach der endlichen Beerdigung des einseitigen Rahmenvertrages über den Erhalt unserer weltweit beneideten Direktdemokratie, Freiheit und Selbstbestimmung geschrieben oder gesagt! Die Linksgrünen, die Wirtschaftsverbände und die bekannten EU-Turbos beschuldigen jetzt laufend den Entscheid des Bundesrates!

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  • verena sagt:

    Der BR hat hier bestens entschieden! Endlich, wurde such Zeit.
    Die Frage; was in unserem Land los ist?
    Die Presse gibt zu viele Augenmerk auf das was nicht sein soll! Also lasst doch mal Namen wie Vermuth/Moser etc. in den Versenkung und fokussiert auf das Positive. Diese Leute sind nicht die Schweiz! Aber sie kriegen immer die volle Aufmerksamkeit. Warum?
    Die Schweizer sind positiv eingestellte und initiative Menschen mit beiden Beinen auf dem Boden!

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    • scavenger sagt:

      Eigentlich hat nicht der Bundesrat entschieden sondern das Volk , die Intelligenzbestien in Bern haben sichtlich bemerkt dass dieser Vertrag nicht angenommen wird vom Volk. Von einer grossen Leistung kann man da nicht reden, sie haben sich schön verabschiedet so ist es .

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