14. April 2021
Christoph Mörgeli

Was weiss ein Mann schon, wenn er keine Frau ist? So tönt es, wenn Laura Zimmermann von Operation Libero das beste Argument für die Frauenquote auspackt

«Liberale streiten über Corona-Politik», verspricht die NZZ und präsentiert ein grosses Interview mit Laura Zimmermann von der Operation Libero und Nicolas A. Rimoldi vom Verein «Mass-voll». Als sich Rimoldi dezidiert gegen Frauenquoten ausspricht, antwortet Zimmermann: «Ach, was weisst Du schon? Du bist keine Frau.»

Dieses Argument eröffnet – wenn wir das Argumentationsmuster weiterziehen – eigenartige Perspektiven. Laura Zimmermann könnte an einer Gemeindeversammlung einem Neueingebürgerten so abfertigen: «Halten Sie den Mund, Sie sind ja noch nicht lange Schweizer.»

Oder Gesundheitsminister Alain Berset könnte sämtliche Bürger kaltstellen mit der Aussage, er könne Kritiker aus dem gewöhnlichen Volk nicht ernst zu nehmen, diese seien ja nicht einmal Mitglied des Bundesrats.

Das eröffnet auch interessante Aussichten für die Bundesverwaltung: Jedesmal, wenn eine Parlamentarierin einen Vorstoss einreicht, um Missstände in der Verwaltung zu verbessern, können die Amtsstuben so antworten: «Frau Nationalrätin, was wollen Sie uns am Zeug herumflicken, Sie sind ja nicht einmal Bundesbeamtin.»

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14 Kommentare zu “Was weiss ein Mann schon, wenn er keine Frau ist? So tönt es, wenn Laura Zimmermann von Operation Libero das beste Argument für die Frauenquote auspackt”

  • Bruno Bettoli sagt:

    Die Diskurs- und Deutungshoheit wollen die «liberalen» Eliten durch Löschung von unpassenden Wirklichkeiten, durch Eigeninteressen unter dem Deckmantel einer Identitätspolitik zur Stärkung eigener Randgruppen und Randthemen, durch Setzen selbstdefinierter Grenzen, durch ein selbstbestimmtes Informationsmonopol und durch Intoleranz, Ausgrenzungen bzw. Denkverbote für Nachdenkliche erreichen.

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  • Kyrieleison sagt:

    Das grösste Opfer des Feminismus ist die Frau, nur sind die meisten zu irrational, dies zu erkennen. Was Feministinnen vergessen - die ganze Zivilisation hat der Mann erschaffen, er hat die Menschheit aus den Höhlen geführt. Dass Feministinnen nun, bequem in der Zivilisation eingebettet, nur noch selbstgerecht und selbstgefällig Forderungen stellen, wäre ohne die Errungenschaften der Männerwelt gar nicht möglich. In der wilden Natur würde sich jede Feministin wieder einem Mann unterwerfen.

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  • Detlef Dechant sagt:

    Ist es nicht komisch, dass alle diese Menschen, die mir a-w-M das Recht absprechen, mich zu solchen Themen zu äußern, weil ich nicht zum Adressatenkreis gehöre, aber genau das über mich machen!

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  • Peter Rossa sagt:

    was ist denn das für ein sexistisches FLINTENWEIB ??!

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Ich frage mich, wieso die westliche Gesellschaft nicht spätestens seit dem Scheitern der Women‘s Liberation in den USA begriffen hat, dass man solch abgrundtief blödes Geschwätz, wie dies von Frau Zimmermann, nicht zum Anlass nimmt, um solche emanzipierten Frauenrechtlerinnen als das zu betiteln was sie sind, nämlich: „Psychosomatisch verursachte Failures unserer Gesellschaft“!

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  • olive sagt:

    Danke für den Link, wusste gar nicht, dass Lanz dazu fähig ist. Und Herr Wallraff, der mit Unterschriften immer schnell dabei ist, kann es nicht zugeben. Er gehört halt zu den "Guten".

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  • Edmo sagt:

    Laura Zimmermann gehört nicht zu den helleren Kerzen auf der Torte. Ich staune über die Medienpräsenz dieser Nullnummer. Weit bedrückender als den von Zimmermann geäusserten Schwachsinn finde ich, dass die NZZ dazu titelt «Liberale streiten über Corona-Politik». Die Operation Libero ist, gleich wie die GLP, nur dezidiert Gesellschaftsliberal. LGBTQ, Feminismus und Homo-Ehe sind wichtig. Doch ansonsten gibt es nichts liberales, sondern nur strenge EU- und Staatsgläubigkeit zu vermelden.

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  • Tenor sagt:

    Die "Argumentationslinie" erstaunt mich nicht. So wird heute - vor allem von links - "politisiert".
    Eigentlich müsste ein Gesprächspartner in so einem Fall gleich nachhaken, die erbärmliche Argumentation blosstellen und etwas Besseres verlangen. Das wird viel zuwenig getan in Streitgesprächen. Nachhaken, bohren - wie Markus Lanz das manchmal tut (siehe etwa hier: https://www.youtube.com/watch?v=x-qyfhB22_0). So würde man die nervtötenden Schreihälse öffentlich blossstellen.

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    • olive sagt:

      Danke für den Link, wusste gar nicht, dass Lanz dazu fähig ist. Und Herr Wallraff, der mit Unterschriften immer schnell dabei ist, kann es nicht zugeben. Er gehört halt zu den "Guten".

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      • Christian Huber sagt:

        Ich schliesse mich dem Dank an. Was mich am meisten enttäuscht, ist die Reaktion von Günter Wallraff . Er windet sich wie ein Wurm, weil er dabei ertappt wird, wie er ein aus dem Kontext gerissenes Zitat falsch wiedergibt, nachdem er weder Kontext noch Zitat selbst gehört hat. Sein Mantra "Seehofer könnte es so gesagt haben" ist einfach nur noch peinlich.

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  • Bischi49 sagt:

    Man stelle sich mal den Shitstorm vor, der abgegangen wäre, wenn Herr Rimoldi gesagt hätte: „Was weisst du schon, du bist kein Mann“. Beim Lesen dieses Interviews hat sich für mich die eigentlich sehr sympathische Frau Zimmermann entlarvt.

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    • beatz sagt:

      Bischi49, ich habe dir den Daumen nach unten gegeben: Eigentlich sehr sympathisch! Da hast du ein Irrlicht gesehen. Ich sehe in ihr eine verzogene,freche, anmassende und unerträglich arrogante lebensunfähige junge Frau. Ich attestiere ihr vorbehaltlos Intelligenz die sie leider nicht Wertschöpfend einsetzt um vielleicht auch etwas zur Wohlfart beizutragen, die Wohlfahrt die sie bis hierhin und leider noch lange alimentiert hat und wird.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Ueber das Verhalten und Argumentieren aller militanten "Frauenrechtlerinnen" kann einen Normal-Zeitgenosse seit langem nichts mehr überraschen oder sogar erzürnen! Die Arroganz und die Behandlung Andersdenkenden bei solchen "Geschlechtertrennerinnen" passt stets in die politische links/grüne Mentalität: Andere Meinungen oder Argumente sind kein Thema. Nur Angriff und Verunglimpfung sind ihre "Waffen"! Fazit: Solche "Frauenrechtlerinnen" erreichen genau das Gegenteil, von dem. was sie fordern!

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