22. Juli 2021
René Hildbrand

Wenn alte Leute Corona-Polizisten werden

Ich hatte die Maske am Kinn, aber aus Unachtsamkeit noch nicht über Mund und Nase gezogen, als ich den Bahnwagen betreten hatte.

Sogleich erschreckte mich und die Mitreisenden ein aggressives Gebrüll. «Maske auf, sofort!», krähte ein über 80-jähriger Mann, der allein in einem Abteil sass. Er schrie den Befehl aus Leibeskräften. So dröhnend, wie ich einst im Militär nicht annähernd «Helm auf!» befohlen hatte. Alte Vögel sind schwer zu rupfen und kein Narr ist so gross wie ein alter Narr, dachte ich mir. Ich wiederhole hier nicht, was und wie ich dem wegen einer Bagatelle in Rage gekommenen alten Knacker geantwortet habe.

Nach dem Schreck fielen mir keine charming words ein. Offenbar kann der Schreigreis aus dem Zug seine Wut nicht anderswo ausleben. Gut möglich, dass er ein GA hat...

Es ist nicht das erste Mal in den letzten eineinhalb Jahren, dass ich einem betagten «Corona-Polizisten» begegnet bin. Ist ja klar, dass viele Menschen im letzten Lebensabschnitt Fracksausen haben, wenn es um ihre Gesundheit geht. Doch wenn es etwas zu bemängeln gibt, sollen sie es doch bitte manierlich tun. Anstand kommt nicht von den Jahren.

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45 Kommentare zu “Wenn alte Leute Corona-Polizisten werden”

  • mikueder sagt:

    Ein freundliches (aber echt, nicht falsch!) Gesicht aufsetzen und antworten mit: "Ich wünsche Ihnen auch einen ganz schönen Tag!"

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  • Alpenfurz sagt:

    Das ist mir jetzt noch nicht passiert. Aber ich merke, dass viele Menschen jeden Alters wegen Covid verunsichert sind. Dabei kann man die Krankheit seit Monaten mit altbekannten, günstigen Medikamenten behandeln, wenn man es nur wüsste. Das IMASK+ Protokoll der FLCCC kann sich jeder zur Diskussion mit seinem Arzt herunterladen. Ich weiss wirklich nicht, warum das BAG diese Diskussion vermeidet und nur auf die Hightech Impfungen setzt.

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    • Alpenfurz sagt:

      Anbei die Links zu den Behandlungsprotokollen der FLCCC, welche ins Deutsch übersetzt wurden.
      https://covid19criticalcare.com/wp-content/uploads/2020/12/FLCCC_Alliance-I-MASKplus-Protocol-DEUTSCH.pdf
      https://covid19criticalcare.com/wp-content/uploads/2021/02/FLCCC-Alliance-MATHplus-Protocol-DEUTSCH.pdf

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Diese alten Menschen sind eigentlich zu bedauern, denn sie sind von der Angst wie venebelt. Wenn dann noch neben den täglichen Corona-Alarmsalven die üblichen Demenzerscheinungen und andere Krankheiten hinzukommen, ist es verständlich, dass sie derart von der Dauerangst zerfressen sind, dass ihnen bei jeder Kleinigkeit die Sicherung durchbrennt. Die Dauerbeschallung mit immer neuen Alarmbotschaften macht ALLE krank, nicht nur die Alten, sondern auch die Kinder. Ein irreparabler Schaden!!!

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    • Melanie sagt:

      Es gibt alte Leute, die im Oberstübli noch völlig klar sehen und denken können und eine völlig angstfreie, Praxis- und Vernunftbasierte Haltung dem ganzen Irr- und Schwachsinn gegenüber vertreten und auch leben. Wirklich zu bedauern sind die Kinder, ja. Allerdings nur jene, die Angst- und mainstream gehirngewaschene Eltern haben.

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  • Markus Saurer sagt:

    Und im Supermarkt ja keine Frucht berühren und zurücklegen... sonst zieht man sich den Zorn und die Massregelung der ganzen Gruppe von Leuten zu, die zusehen...

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  • Realistin sagt:

    Warum nicht einfach fragen: Was, sind Sie denn nicht geimpft?

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  • Mueller sagt:

    Bite nicht auch noch auf alte weisse Männer treten hier im WW daily🙏

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  • Hegar sagt:

    Es ist diese ständige Angstmacherei, die die Menschen in den Wahnsinn treibt und uns spaltet.
    Aufklärung durch Presse und BAG ja, aber bitte mit Augenmass.
    Und noch etwas: die ständige Bevormundung muss endlich aufhören.
    Ansonsten kann ich mich gleich freiwillig zu den eingekerkerten Affen im Zoo hinzugesellen.

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  • Nepo sagt:

    Ich finde, das hat nichts mit dem Alter zu tun. Idiotie und Intoleranz gibt es leider in allen Altersgruppen.

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    • Willi Weber sagt:

      stimmt, mit dem Alter hat das nichts zu tun. Ich bin selber 80 und mir sind Leute ohne Maske viel sympathischer als alle welche demonstrativ ihren blinden Gehorsam zur Schau stellen. Zum Glück sind es nur wenige, welche dabei noch Corona-Polizei spielen.

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  • Albert sagt:

    Ja, genau das ist mir auch schon mehrmals passiert.
    In der Corona-Zeit habe ich unter anderem deswegen gelernt, dass die herrschsüchtigsten Faschisten und Diktatoren dieser Welt nicht die Politiker sind, sondern deren Wähler. Genau deshalb hat sich die Demokratie weltweit nahezu ad absurdum geführt.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Trotzdem auch ich 81-jährig geworden bin und ein GA besitze, würde ich einen solchen "Polizisten-Befehl" niemals in einen fast leeren Bahnwagen schreien! Nun, wenn dieser "Corona-Polizist" vor lauter "staatlicher Zwangsabrichtung" anstandslos geworden ist, muss man es auf die tägliche Berieselung und Angstmacherei durch unsere linksideologischen Einheitsmedien beziehen! Dazu: "Alter schützt vor Torheit nicht"! Fazit: Lieber ein schreiender Polizist, als eine Disco voll maskenlose Herumjucker!

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  • peter keller sagt:

    Ich sage dann jeweils: ‚aha, blockwartkurs mit auszeichnung absolviert‘ und ruhe ist.

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  • Robert sagt:

    Schade, dass es solche engstirnigen Alten gibt! Ich bin auch nicht mehr der Jüngste (75) ; aber ich habe den ganzen Covid-Zauber von Anfang an als das gesehen, was er höchstwahrscheinlich auch ist: Eine Inszenierung, um die Staatsmacht zu stärken und die Bürger zu entrechten. Wie man freiwillig diesen Maulkorb tragen kann, ist mir ein Rätsel. Und dannals Betragter andere bevormunden wollen! Nein, aber auch!

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    • Teresa Hasler sagt:

      Ich habe ebenfalls die 70 erreicht und sehe das genau wie Sie. Zudem hatte ich ein gutes Leben und sollte ich jetzt sterben, woran auch immer, dann ist es dann halt so. Ich brauche keinen besonderen Schutz, weder vom Bundesrat noch von sonst jemandem. Ich möchte mich frei bewegen können, ohne Maske etc.

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      • hape sagt:

        Bin wohl der Jungspund von uns Dreien mit 68 - doch von Anfang an habe ich den Zauber nicht mitgemacht. Ich habe alle Tests umschifft, die "Grippe" ehrlich gehabt (jede Erkältung im Winter ist schlimmer gewesen für mich), verweigere die Larve bei jeder Gelegenheit und lasse mir meine verfassungsmässigen Rechte NICHT nehmen!

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        • Melanie sagt:

          ... ich bin noch jünger (60) und sehe und halte es ebenfalls genauso wie Sie, Robert und Teresa. Hoffentlich werden wir immer mehr, bzw. die Ängstlichen, die auch so denken, sollen sich bitte jetzt endlich auch alle auf die Barrikaden trauen! Denn sonst werden wir tatsächlich demnächst noch markiert, abgeholt, mundtot gemacht, entsorgt.

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      • Harri sagt:

        Endlich, geht mir auch so. Sagen Sie das berset!

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      • Florence sagt:

        Geht mir als over70 genauso. Am wenigsten verstehen und tolerieren das aber die Jungen. Die Panikmache hat sie total zu Schafen werden lassen.

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        • Melanie sagt:

          Nein, nein, Florence: Es gibt "Mass-voll" und Nicolas Rimoldi! Hier machen jene Jungen mit, die so ticken wir wir. Und das sind VIELE! Auch die Jungen können nicht in einen Topf geworfen werden, ebensowenig wie die Alten.
          Gut so 🙂

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    • Peter Rossa sagt:

      Bersets Ziele gehen offensichtlich jetzt auf: das Volk ängstigen, teilen und beherrschen. divide et impera / teile und herrsche. Ansonsten kann ich (72) mich nur erbarmen für diesen Herrn aus meiner Alterskohorte.

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    • winner16 sagt:

      Hey, Robert, Teresa, hape und Harri, ihr seid eine coole Truppe, weiter so und genießt das Leben!

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  • olive sagt:

    Die hübsche junge Verkäuferin im Aldi pfurrte mich ähnlich an. Dort ist es bestimmt das Pflichtgefühl u n d die Angst. Soweit sind wir nun.
    Danke Regierung , SRF und BLICK !

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    • rochristen sagt:

      Ich habe das Gleiche in der Migros Langendorf beim Fischkauf mit dem Befehl der Verkäuferin: "Abstand einhalten!" erlebt. Nach dieser unfreundlichen Attacke war ich als Hörbehinderter stark geschockt.

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      • hape sagt:

        ...also wissen wir doch einfach, welche ladenketten wir - nach Mitteilung an den Kundendienst
        (die lernen ja sonst nichts) - in Zukunft meiden.
        So wie die Geschäfte in D, die vor dem Betreten einen Test gefordert hatten, gemieden wurden. Da ist dann ganz schnell "Normalität" eingekehrt.

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      • holsderkuckuk sagt:

        Sie kennen ihre Behinderung und leben damit, bedauerlicherweise ist diese zwanghafte, kritiklose Beachtung der sinnlosen Vorschriften, eine Behinderung, die, die "Behinderten" gar nicht bemerken können. Das Leben ist schön ohne selbstständig zu denken, für uns denkt BR A.Berset mit seinen Vieldenkern unterstüzt von SRF und dem subventionierten Mainstream.

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    • Hans Peter sagt:

      Mir erzählte eine "avec"-Verkäuferin, während ihrer Arbeitspause an einem Bahnhof, die Geschäftsleitung habe sie Verkäuferinnen zum rigiden Vorgehen gegen "Maskenverweigerer" genötigt und zwar mittels Überwachung durch die Ladengeschäftskameras!?!
      Aber natürlich habe ich das medial paranoidisierte und aufgestachelte Eigenregie-Blockwartpersonal in jeder Altersstufe und Geschlecht, und jedem Aggressivitätsgrad schon erleben müssen.
      Mit der Covidabstimmung kam aber eine deutliche Besserung.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Bitte verbreiten Sie hier keinen Alters-Rassismus, Herr Hildbrand. Ich habe in den letzten 1,5 Jahren auch einige solcher Zurechtweisungen erlebt wie Sie. Es waren aber meistens jüngere Männer unter den selbsternannten Sittenwächtern - und überdurchschnittlich viele deutsche Freizügigkeitszuwanderer.

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    • TheRealLaurel sagt:

      … jetzt waren es wieder die Deutschen? Also bitte! Die meisten meiner deutschen Freunde durchschauen den ganzen Zauber wesentlich besser als meine Schweizer Umgebung!

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    • AKA sagt:

      Sehe ich ganz anders. Die Anraunzerei, das Nicht-Grüezi-Sagen und seit 18 Monaten die Masken-Blogwart-Attitude kommt fast ausnahmslos von alten Leuten. Für viele ist es eine absolute Zumutung, mit Kindern zusammenleben zu müssen, jede Form von Spass wird naserûmpfend verurteilt, die Jungen für alles schuldig gemacht, was man finden kann. Da ich mich selber diesem Lebensabschnitt annähere, bin ich so manches Mal fassungslos.

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      • Willi Weber sagt:

        Bitte nicht die Alten diskriminierend in einen Topf werfen! Als 80-jähriger kenne ich viele in dieser Alterskategorie welche viel toleranter sind als die Jungen und das ganze Corona-Theater satt haben.

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        • Hegar sagt:

          Das sehe ich auch so. Die Spaltung vollzieht sich querbeet durch die gesamte Gesellschaft, selbst innerhalb der eigenen Familie zieht sich - zuerst unmerklich, später spürbar - eine Trennlinie durch.

          Hier ist ein weltweit teuflisches Werk am Gang.
          Ich ahne Schreckliches auch auf den sog. zivilisierten Westen zukommen.

          Was können wir tun? - Einerseits nicht verzagen und andererseits täglich Gott in Wahrhaftigkeit suchen.

          Der Richter steht vor der Tür (auch meiner).

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      • Melanie sagt:

        Es gibt in allen Altersgruppen und bei allen Nationalitäten immer alles, vom Kindergarten bis zum Altersheim: Liebenswürdige und Dauerhässige, Nette und Blöde, Gescheite und Dumme, Angenehme und Unerträgliche, und und und.
        Ausserdem hat Verhalten auch immer mit der momentanen Stimmung, mit der Tageskondition und der Situation generell zu tun. Ich persönlich gehe möglichst nicht mehr unter (unbekannte) Leute, kaum noch in Läden, und meide alle Orte, wo viele Leute sind. Das verhindert Konflikte.

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