07. Juli 2021
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Alex Baur

Wenn der Velo-Mob Zürich blockiert, schaut die Polizei weg. Doch wehe einer muckt gegen das Corona-Regime auf

Diese Woche wurde in Zürich eine Psychologin zur Zahlung von 800 Franken Busse plus 2900 Franken Verfahrenskosten verdonnert.

Ihr Verbrechen: Sie hatte den Sechseläutenplatz nicht augenblicklich verlassen, als die Polizei dort eine friedliche aber unbewilligte Demo gegen das Corona-Regime auflöste.

Die Frau hatte die Kundgebung bloss beobachtet und dabei niemanden behindert.

Den Staatsanwalt interessierte das nicht. Er hatte eine noch höhere Strafe gefordert, die im Gesetz gar nicht vorgesehen ist, inklusive Eintrag ins Strafregister. Für die Psychologin hätte dies faktisch ein Berufsverbot bedeutet.

Welch ein Kontrast zu den unbewilligten Velo-Demos von «Critical Mass». Sie finden jeweils am Freitagabend statt, mitten im Stossverkehr, an neuralgischen Stellen wie etwa auf der Zürcher Hardbrücke.

Tausende von Verkehrsteilnehmern, die keinem etwas zuleide getan haben, werden so vom Mob blockiert. Einfach so. Manchmal dauert es Stunden, bis sich das Chaos wieder auflöst.

Und was unternimmt die rotgrüne Stadtregierung gegen die Velo-Poser? Nichts. Die Polizei schickt bestenfalls ein «Dialogteam» vorbei. Um die Automobilisten zu beruhigen, bevor die Fäuste fliegen.

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15 Kommentare zu “Wenn der Velo-Mob Zürich blockiert, schaut die Polizei weg. Doch wehe einer muckt gegen das Corona-Regime auf”

  • zeus2@ sagt:

    Einen Schweizerin zu sein war mir nich nie so befremdlich !!!!!!
    Frage mich , was ist passiert mit unserer Politiker …. Sind noch alle. Schweizer ???Oder hassen Sie einfach das Volk ???
    Sind wir dass Volk soooo weniger wert , sind wir da nur Gut sus Sponsoren ???
    Diesen ganze BR gehört einfach alle vor Gerichts !!!!
    Und wie so aussehen es waren eventuell nicht genug Platz ins Gefängnis für alle !

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  • T sagt:

    Wer beugt Recht, schränkt Meinungsfreiheit ein und will die Demokratie abschaffen? Richtig, die Linken und die Grünen. An solchen Beispielen wie der Schutz der Veloposer, das Ignorieren von linker Hetze und das hinterrücks Verhandeln mit EU Abgeordneten, zeigt es sich.

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  • astrid sagt:

    Die Autofahrer bezahlen für die Strassen. Warum eigentlich werden die Velofahrer nicht auch zur Kasse gebeten?

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    • RIK sagt:

      Weil die Velofahrer lieber auf Naturstrassen fahren... also nicht zu laut rufen sonst müssen die Autofahrer noch für die Rückführung der "Asphaltwüsten" blechen !

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      • Mario Teran sagt:

        Dank den "Asphaltwüsten" können wir vermutlich bequem vor dem PC sitzen, sind flexibel was den Arbeitsort angeht, verfügen über den Wohlstand Waren, Lebensmittel und Dienstleistungen zu konsumieren, sind vermutlich nicht ganz unglücklich, wenn bei Notfällen die Blaulichtorganisationen in Rekordzeit zur Hilfe eilen können und freuen uns darauf wenn all diese Leistungen in derselben Qualität von "Velogäuferis" erbracht werden sollen.

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  • Christof sagt:

    Vor Jahren habe ich in den Basics der Rechtskunde einmal gelernt, dass vor dem Gesetz alle gleich sind. Wieso dann der Unterschied zwischen einer Beobachterin einer Demo und den Veloposern?
    Dies alles noch ausgehend von der stadtzürcher Polizeivorsteherin? Leben wir wirklich immer mehr in einer Bananenrepublik?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wenn diese links/grüne Ideologie in den urbanen Gebieten so weitergeht, wird unser Land bald zu einer landesweiten "Chaoten-Kaserne", so wie sie Bern mit der Anarchisten-Reitschule bereits seit Jahren erleben kann (will!)! Die Polizei und die Justiz ist dann nur noch eine Abzockerbehörde für Parksünder, gegen die mit 6 Km/h zu schnell fahrenden Autofahrer oder Demonstranten, die unsere bewährten Werte vertreten wollen!

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  • Realo100 sagt:

    Es ist nicht die Polizei, die tatenlos zuschaut sondern deren Chefin, welche dieses Unwesen toleriert. Diese radfahrenden Chaoten blockieren ja nicht nur den Verkehr sondern auch die Blaulichtorganisationen und nehmen dadurch in Kauf, dass Menschen in Lebensgefahr evtl gar nicht erreicht werden können und sterben. Die Polizeivorsteherin gehört wegen Befangenheit vor ein Gericht gestellt

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    • Christof sagt:

      Es gäbe noch etliche Politiker die vor ein Gericht gestellt werden müssten. Vor allem solche von der rot-grünen Seite. Doch ich befürchte, dass wenn so etwas in die Tat umgesetzt würde, wären dann die Gerichte hoffnungslos überlastet. Dies wären dann auch jene Leute, welche den Fall bis vors höchste Gericht weiterziehen würden.

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