18. Mai 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Wer die Corona-Massnahmen in Frage stellt, bekommt es mit Polizisten in Kampfmontur zu tun. Wieso eigentlich?

Die Stadt Bern glich am Samstag einer Festung. Das Bundeshaus und der Bundesplatz waren komplett abgeriegelt. Polizisten in Kampfmontur mit Einsatzfahrzeugen lauerten in den Strassen. Die Bundesstadt im Belagerungszustand – obwohl wegen Christi Himmelfahrt und dem verlängerten Wochenende viele Gäste aus anderen Kantonen und Regionen in der Stadt auf Besuch weilten.

Was für eine Visitenkarte!

Natürlich haben sich viele gefragt was los ist. Ein Terroranschlag, gemessen am Polizeiaufgebot? Nein, es war harmloser.

Ein paar Corona-Kritiker wollten gegen die einschränkenden Massnahmen des Bundes demonstrieren. Und dem linken Gemeinderat fiel nichts Besseres dazu ein, als hochbewaffnete Uniformierte auf die Demonstranten loszulassen.

War dieser martialische Auftritt verhältnismässig? Darf man ganze Strassenzüge abriegeln, um eine Gruppe von Menschen daran zu hindern, ihr Recht auf freie Meinungsäusserung einzuschränken? Es ging nicht um gewaltbereite Chaoten, sondern um Staatsbürger, die mit Schweizer Fahnen gegen Corona-Massnahmen protestieren wollten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Staatsmacht bei Corona-Demos überreagiert.  Anfangs Mai fand in Aarau eine Demo mit über 5000 Personen statt. Auch hier wurde die Stadt von Polizei in Kampfmontur und mit Räumungsfahrzeugen komplett abgeriegelt. Teilnehmer, die mit ihren Familien mitmarschierten, waren erschüttert, dass man Personen festsetzte, nur weil sie eine Schweizer Fahne oder die Verfassung in den Händen hielten.

Am Tag davor feierten Tausende Fans den Schweizer Meistertitel des EV Zug ohne Masken und Abstand – und auch ohne Polizeieinsatz. In Moutier festeten nach der Abstimmung über die Kantonszugehörigkeit der Gemeinde Hunderte auf der Strasse ohne Einhaltung der Corona-Regeln. Warum ist hier die Berner Polizei nicht eingeschritten? Aber die Corona-Regeln sind offenbar besonders für die Sozialisten eine Art heiliger Gral. Wer sie in Frage stellt, bekommt es mit bewaffneten Polizeieinheiten zu tun.

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36 Kommentare zu “Wer die Corona-Massnahmen in Frage stellt, bekommt es mit Polizisten in Kampfmontur zu tun. Wieso eigentlich?”

  • kritisch2020 sagt:

    Wie gefährlich ist SARS-CoV-2 für die Menschheit? Warum lesen wir dazu keine Fakten in der Schweiz? Die Infektionssterblichkeit beträgt weltweit etwa 0.25% - vergleichbar mit einer mittelschweren Grippe. Warum können wir seit einem Jahr Spitalbetten abbauen? Warum darf man keine natürliche Immunität aufbauen? Warum halten wir am PCR-Test fest, obwohl der nicht für diesen Einsatzzweck entwickelt wurde? Fragen über Fragen. Warum nimmt das Parlament die Oberaufsicht nicht wahr? Justiz bitte vor.

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  • Janosh sagt:

    In einer 1,5 Millionen Franken teuren Impfkampagne übt das BAG massiv Druck aus auf Menschen, welche sich nicht impfen lassen wollen. Während der Pressekonferenz von heute unterstellt Adrian Kammer, dass Impfzweifler kein Herz für ihre Mitmenschen zeigen. Dieser Anschlag auf die Meinungsfreiheit ist ungeheuerlicher und zeigt, wie überheblich die BAG Verantwortlichen agieren.

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    • Melanie sagt:

      Jedem Impfzweifler kann es doch völlig egal sein, ob er von anderen mit "kein Herz für Mitmenschen" taxiert wird. Wer sich solchen möchte-gern-Diffamierungen beugt, hat ziemlich wenig Selbstvertrauen und Rückgrat.

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  • verena sagt:

    Ich habe einfach genug! Genug von Nötigungen, genug von Diskriminierungen des eigenen Volkes, das eigenverantwortlich lebt und lediglich demokratisch in Freiheit leben will. Was haben wir nur für Politiker, die seit über einem Jahr, mit der Jasagerpartei unterwegs sind. Parteivertreter die verschiedene Interessen wahren sollten, wenn sie in Krisenzeiten nicht fähig sind gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen und das zu vertreten, dessen sie gewählt wurden?

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  • Hegar sagt:

    Die Regierenden (auch in der CH) verüben Unrecht am Laufmeter, tun dem Gesetz Gewalt an, verdrehen das Recht ins Unrecht und lassen sich als Gipfel der obszönen Frechheit für diese begangenen Gottlosigkeiten durch die Mainstream-Presse landauf, landab ständig beweihräuchern.

    Zitat Psalm 119, Vers 126:
    „Es ist Zeit für den HERRN, zu handeln. Sie haben dein Gesetz gebrochen.“

    Teil 2 von V. 126 sehe ich als erfüllt an. Teil 1 wird in Bälde eintreffen.

    Es dürfte bald ungemütlich werden.

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  • Martin Niederhauser sagt:

    Ein paar Corona Skeptiker wollen protestieren.Die Organisatoren sprachen aber,davon es würden aber bis zu 50000 erwartet.Deshalb das Grossaufgebot.Gottlob waren es dann nur sehr wenige,welche endlich begreifen sollten,dass nicht das Demonstrieren verboten ist,sondern das Nichteinhalten der geltenden Pandemiemassnahmen.Je vernünftiger wir uns verhalten,desto eher ist die Pandemie vorbei.

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    • Reininghaus sagt:

      Was vernünftig ist und was nicht... tja, da gehen die Meinungen diametral auseinander. Während Biden in den USA die freiheitlichen Staaten mit "Neandertaler" diffamiert beendeten trotzdem inzwischen 22 US Staaten erfreulicherweise die Massnahmen - einige hatten sogar von Anfang an keine.
      Auch ein Blick ins freiheitliche Schweden zeigt, dass Vernunft immer im Auge des Betrachters liegt, gell.

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    • Robert sagt:

      Wie ist es möglich, dass jemand so total regierungshörig ist?! Lieber Herr Niederhauser, glauben Sie einfach alles, was von der Obrigkeit kommt, und ist es Ihnen absolut egal, wenn unsere Freiheit den Bach runter geht? "Vernünftig" in Ihrem Sinn heisst ja einfach Kadavergehorsam, wie es sich in einer Diktatur gehört. So wird ganz sicher nichts vorbei gehen, ganz im Gegenteil, die sog. "Pandemie" wird verewigt.

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      • Martin Niederhauser sagt:

        Wir haben unsere Obrigkeit gewählt,der Staat sind wir, Die Mehrheit ist bist jetzt vernünftig, deshalb bessert sich die Situation laufend.Die selbsternannten Pandemie Experten nerven mich noch mehr als das Virus selber,Übrigens ,lassen Sie ihr Auto von einem Juristen reparieren und gehen wegen einem Rechtsproblem in ihre Autowerkstatt? Nach einer halben Stunde auf social media ist man noch kein Virologe!

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    • Miranda Inniger sagt:

      Massnahmenkritiker zu zwingen im Freien eine Maske zu tragen, ist wie einen BLM Demonstranten zu zwingen sich weiss anzumalen.

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    • Melanie sagt:

      "Je vernünftiger wir uns verhalten, desto eher ist die Pandemie vorbei".
      ... du meine Güte - da fehlen einem direkt die Worte, um auf einen solchen Kommentar zu antworten!!
      Aber genau deshalb sind wir aktuell ja genau dort, wo wir sind, nämlich beim rasant wachsenden VERLUST von Freiheit, Selbstbestimmung sowie Denk- und Kritikfähigkeit. Weil es viel zu viele Leute gibt, die genau das denken und empfinden wie Sie, Herr Niederhauser. Unsere kämpferischen Vorfahren würden sich im Grab umdrehen.

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    • verena sagt:

      Martin Niederhauser
      Wie sie merken, kann Vernunft auch etwas anderes aussagen.

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    • pp79 sagt:

      Wenn Ihnen die Schweiz zu wenig vernünftig daherkommt kann ich Ihnen wärmstens empfehlen nach Deutschland auszuwandern. Dort finden Sie bestimmt mehr Sicherheit und vor allem ein Staat der Ihnen alle Verantwortung für Ihr eigenes Leben abnimmt. Die Massnahmen dort sind viel strenger als in der Schweiz und so könnten Sie sich sicherer fühlen. Ich bin froh, dass ich in der "noch" freieren Schweiz leben darf.

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      • verena sagt:

        Deutschland und Schweiz sind in dieser Hinsicht zwei grundverschiedene Mentalitäten. Ich bin CH-in und würde nie nach Deutschland auswandern! Auch zu ‚friedlichen‘ Zeiten nicht;) Wir haben ein anderes System und dürfen mitdenken, wovon wir auch Gebrauch machen (die einen äussern sich und andere machen die Faust im Sack) Wir müssen uns nicht an anderen Staaten orientieren, sind selber Menschen. Was sich lange Jahre als sehr gut bewährt hat, soll sich durch Machtgehabe nicht ändern können! Danke

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  • D.Z. sagt:

    Wäre ein solches Aufgebot bei Demos für typisch linke Anliegen (BLM, Klima usw.) sichtbar, würde der «Schwarze Block» erst recht randalieren. Und am nächsten Tag würde dies von Politikern schöngeredet, mit der üblichen Begründung, dass die Polizei eben unnötig provoziert hätte.
    Wie es auch für die Polizei wesentlich bequemer ist, «demounerfahrene» Bürger zu verscheuchen, als solche, welche ihre Gewaltbereitschaft schon mehrfach bewiesen haben, und nach einem Zugriff die Polizei noch verklagen!

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  • olive sagt:

    Ein kleiner Lichtblick:

    https://www.medinside.ch/de/post/die-alarmisten-verstossen-gegen-den-hippokratischen-eid

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    • Miranda Inniger sagt:

      Danke für diesen Link! Es sind nicht nur Verstösse gegen den hippokratischen Eid. Da wir einen defacto Impfzwang einführen, verstossen diese Ärzte/Politiker auch gegen den Nürnberger Kodex, der besagt, dass niemand zu einem medizinischen ‘Experiment’ gezwungen werden darf und bei einer Verweigerung darf niemand diskriminiert werden. Wenn bald nur noch Geimpfte ins Konzert dürfen, stehen wir wirklich am Abgrund.

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  • Peter Schmid sagt:

    Ich möchte noch erwähnen das ein paar hundert Meter weiter Palästinenser demonstrierten, die hat man ohne Kampfmontur, sondern in Regenhütchen betreut. In der gleichen Zeit, haben zivile Staatsschergen , einem Mann der weder etwas gemacht, nich jemand bedroht hat, den Kopf ins Schaufenster geschlagen, wäre das Glas gebrochen, hätte es schwerste Verletzungen gegeben. Es zeigt sich deutlich, Corona ist für diese Politiker Verbrecher ein Thema das man nicht hinterfragen soll. Aber wir werden es !!!

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    • Bischi49 sagt:

      Das kann man nicht vergleichen. Palästinenser sind ja nur Antisemiten. Mit anderen Worten, die Berner Behörden haben sich geoutet.

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      • Mens Sana sagt:

        Hallo Bischi49
        Vielleicht eine kleine kleine Hinzufügung. Eigentlich sollte es heissen "Antijudaismus", denn es zielt bei diesen Angriffen allein auf das jüdische Volk, welches eigentlich aus dem Stamm Juda kommt. Sem war ein Sohn Noah's. Man weiss dass noch heute semitische Stämme, also Nachfahren von Sem im arabischen Raum leben, dies vor allem im Saudi-Arabischen Raum. Die werden nicht verfolgt.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Deses Beispiel in Bern zeigt einmal mehr, wer auf der Strasse eine freie Meinung äussern darf und wer eben nicht! Schweizer Fahnen und Anliegen von anständig demonstrierenden Bürger(innen) werden also von in Kampfmontur auftretenden Polizisten schon vor dem Bundesplatz abgefangen und behindert! Linke Chaoten oder ausländische Kultur- oder Religionsgemeinschaften werden bei ihren (oft unbewilligten Saubanner-Umzügen) höchsten diskret im Hintergrund beobachtet und gewährt!

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  • Mueller sagt:

    Wie einst in der DDR, wenn die Polizei von sozialistischen Regierebfen geleitet wird! Dann wird sie zum Meinungsunterdrückungsapparat!

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  • Dani Frei sagt:

    Natürlich ist die Corona Zeit, die Zeit de Unbruchs. Es wird Portionenweise die Meinungsfreiheit deinstalliert. Wer die Massnahmen in Frage stellt, stellt die Regierung in Frage. Was aber spannend ist, ist dass man gegen alles andere sprechen darf. Sind wir doch im Great Reset???

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  • Willi Weber sagt:

    Als Berner (seit 20 Jahren im "Exil") schäme ich mich für diese Stadt, d.h. für die Stadtregierung.! Linke Chaoten können alles kurz und klein schlagen, Barrikaden errichten und die Polizei mit Flaschen und Steinen bewerfen. Normalbürger werden daran gehindert, ihre Meinung zu äussern, so weit sind wir heute. Frage mich wo das noch endet.

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  • Angy Scheiwiler sagt:

    Entweder gibt's die Pandemie oder es gibt sie nicht. Offensichtlich falsch gedacht: Manchmal gibt es sie, manchmal eben nicht, je nach Fall. Ziemlich unverständlich das Ganze für uns, die wir dem Fussvolk angehören. Wenn etwas an dieser Geschichte verständlich ist, dann dies:

    Am 13. Juni heisst es, das Covid-19-Gesetz und das Antiterrorgesetz bachab zu schicken!

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  • pboehi sagt:

    So sieht eine Gesundheitsdiktatur aus. Die Rot-Grünen hatten schon immer eine Affinität zum Totalitarismus. Die Polizei agieren als Volksunterdrücker und Handlanger eines Unrechtstaats. Stimmen wir Nein zum COVID-19 Gesetz - so lange wir noch können!

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  • Tresch sagt:

    Genau dies ist das Problem beim Anti Terror Gesetz. Sollten die linken Parteien noch mehr Gewicht in Bern bekommen, laufen wir Gefahr, dass schon kritische Bemerkungen zum Bundesrat, Covid oder Klima, als terroristisch eingestuft werden und die kritische Leute sofort unterdrückt werden können.

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