12. November 2021
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Marcel Odermatt

Wer die künftige Nationalrats-Präsidentin Irène Kälin bei einem Anlass dabeihaben will, muss unter Umständen ihr Kind hüten

In knapp zwei Wochen wird die Aargauerin Grüne Irène Kälin zur Präsidentin des Nationalrats gekürt.

Wer die 34-Jährige in ihrem Amtsjahr bei einem Anlass dabeihaben will, könnte ein Novum in der Geschichte dieses Amtes erleben.

«Wenn es sich mit der Kinderbetreuung nicht anders regeln lässt, werde ich nur teilnehmen, wenn der Veranstalter dafür sorgt, dass mein Sohn Elija während meines Auftritts betreut wird», sagt Kälin im Gespräch mit der Weltwoche im Bundeshaus.

Und die Chancen, dass einige der Organisatoren zu Babysittern mutieren, stehen gut: Der Vater des dreijährigen Buben – der 56-jährige Ringier-Journalist Werner De Schepper – reduziert zwar während des Präsidialjahrs seiner Partnerin seine Präsenz im Büro von heute 80 auf 60 Prozent. Trotzdem rechnet die Grüne mit einigen Terminkollisionen in den nächsten Monaten.

Die Nationalratspräsidentin spricht zu den Bürgern. Gleichzeitig bespasst jemand von den Veranstaltern ihr Kind.

Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie rasant sich die Gesellschaft der Schweiz verändert. Was früher undenkbar gewesen wäre, wird heute wie selbstverständlich eingefordert. Welche Auswirkungen das haben wird, wird sich in Zukunft weisen.

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22 Kommentare zu “Wer die künftige Nationalrats-Präsidentin Irène Kälin bei einem Anlass dabeihaben will, muss unter Umständen ihr Kind hüten”

  • Alain sagt:

    Gehe ich richtig in der Annahme dass diese Dame ihr Kind auch zum Stillen in den NR-Saal mitnahm? Mir gehen solche Politikerinnen total auf den Wecker, wir verlangen von unsern Bürgern sich an gewisse Verhaltensregeln zu halten aber das scheint diese Selbstdarstellerin überhaupt nicht zu interessieren. Und dieses Girl soll jetzt NR-Präsidentin werden und dabei kennt sie praktisch niemand in diesem Land! Wie ist sowas überhaupt möglich?

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  • Peter Eschmann sagt:

    Und einmal mehr: Das Kind als Manövriermasse. 🥺💃

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  • olive sagt:

    Interessanter Text von 2017 über Kälin:
    https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-41/kommentare-analysen/der-kleine-muskelprotz-die-weltwoche-ausgabe-412017.html

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Wieso muss man IHR Kind betreuen? Wieso nicht das Kind des Vaters? Das ist doch Familiensache und nicht die Aufgabe von Dritten.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Die gesuchte "Kompetenz" besteht darin, dass sie kein Mann ist. Das ergibt - bei den politisch tätigen Frauen - mit 80% Wahrscheinlichkeit eine linke Stimme. Und somit wird eine rechte Stimme (Mann) verhindert. Das Meinungsspektrum bekommt die gewünschte Schlagseite nach links, da sich mit einer angestrebten Frauenquote von 50% ein klar linkes Totalresultat ergibt.

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  • simba63 sagt:

    Das ist hochgradige Verluderung der Politik!

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  • Marc Dancer sagt:

    Da gibt es nur 1 Loesung: Die 0-Nummer einfach nicht engagieren. Sie koennte kaum etwas beitragen unter einer intelligenten Gruppe, da gesunder Menschenverstand offensichtlich fehlt. Sie kann ja auch nichts anderes als reden. Eine Schande dass solche Leute in den NR gewaehlt werden.

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  • minibixi2008 sagt:

    Glättli könnte in dieser Zeit sich um den Kleinen kümmern, seine Abwesenheit würde eh niemandem auffallen.
    Dann könnten sie zusammen mit Windrädlis spielen.

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  • Silvio Valentino sagt:

    Das muss man doch verstehen. Frau Nationalrats-Präsidentin Irène Kälin und der Kindsvater Werner De Schepper verfügen wohl nicht über die finanziellen Mittel um sich einen Babysitter zu leisten ... Früher hiess es: "Bei den Reichen lernt man sparen". Stimmt wohl heute noch, bedarf jedoch folgender Ergänzung: " Bei den Linken und Grünen lernst zu abzocken", und zwar auf allen ebenen, ob es nun um einen subventionierte Stadtwohnung oder eben um den Babysitter geht.

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  • Daborn sagt:

    De Schepper und Kälin verdienen doch genug, dass sie sich eine Nanny leisten können. Dass die beiden fremde Hilfe fürs Hüten einfordern ist eine typisch linke Frechheit und Arroganz. Dass das niemand unterbindet?

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  • Reutimann Werner sagt:

    Diese 34 Jährige sitzt seit Ende 2017 im NR. Mit besonderen Leistungen fällt sie nicht auf. In Disk-Runden am TV versucht sie die Gesprächsteilnehmer mit unfreundlichen Blicken zum Schweigen zu bringen. Z.B. Frau NR Humbel, die sehr sachgerechte, erfahrene Antworten gab. Im Gegensatz zu Kälin, die hochgradig emotionale, ja unpassende Statements präsentierte. Wie kommt es überhaupt, dass diese "nachgerutschte" NR nach 4 Jahren bereits Präsidentin wird? OHNE langjährige Rats- u/o Lebens-Erfahrung?

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    • Tony Koechli sagt:

      Nicht Gruen - eher Rot;
      Studies and professional career. Kälin earned her Matura at the Gymnasium Leonhard in Basel in 2007. In 2009, she started her Islamic and religion studies at the University of Zurich and obtained a Bachelor of Arts in 2013. In 2014, she joined the master's programme Religionskulturen of the University of Bern, where she wrote a dissertation about the state recognition of Islam.[1] She worked as a trade unionist for Unia Aargau from 2015 to 2016 and is now the chairwoman

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  • olive sagt:

    Selbstdarstellung vom Feinsten.

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  • Beri sagt:

    Zum Glück gibt sie das schon jetzt bekannt, das ist wenigstens ehrlich. Es ist ja nicht sakrosankt, dass sie gewählt werden muss oder ? Wenn die Bürgerlichen "Füdli" hätten und zusammenstehen würden, könnten sie ja jemanden (äxgüsi jefraunden) anderen wählen.

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  • ClaudiaCC sagt:

    Warum nur eine Betreuung für das Kind einer Nationalrats-Präsidentin ?
    Ist das nicht total unsozial und egoistisch von dieser ohnehin privilegierten Politikerin ?
    Warum wird nicht generell eine Kinderbetreuung organisiert bei Veranstaltungen ? Ich erinnere mich an Kindergottesdienste während die Erwachsenen in den Gottesdienst für Erwachsene gingen, da hat das funktioniert.

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  • peter keller sagt:

    Ja das ist jetzt natürlich ein Problem: Es wollen sicher Millionen dieser Grünin zuhören, wir haben Jahrzehnte darauf gewartet den genialen Gedankengängen dieser 34 Jährigen, die von Steuergeldern lebt, zuzuhören. Man könnte auch sagen: Mein Beileid denen, die sich das antun.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dieses Beispiel zeigt deutlich auf, wie weit sich die Gesellschaft bereits der links/grünen Ideologie angepasst hat! Wenn sich solche "linke Parteien" einen Bundesrats-Sitz als unbedingt wünschen, könnte es einem(r) Normalbürger(in), der (die) sich an unsere bewährten Werte und Selbstbestimmung hält übel werden! Wo endet eigentlich diese Gesellschafts-Verstümmelung noch?

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Die Frage ist eher, wer Irene Kälin als Politikerin für voll nimmt.

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    • juege sagt:

      Die nützlichen Idioten, welche sie in den Nationalrat gewählt haben.

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    • Melanie sagt:

      Diese Frau ist so was von unsympathisch. Eine krasse Sprechblasenmaschine ohne Emotionen, ohne Humor, dafür mit einem total starren Weltbild, wie es scheint. Denn sie hat die Wahrheit "mit dem Löffel gefressen". Tönt jedenfalls IMMER so, wenn man ihr zuhört. Ich bin schockiert, dass sie nun Nationalratspräsidentin werden soll. Eine Farce einfach nur. Ein Kasperlitheater, so wie das ganze Parlament seit spätestens Herbst 2019. Von echter Kompetenz weit und breit keine Spur.

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