06. Juli 2021
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Cora Stephan

Hans-Georg Maassen kritisiert die Linkslastigkeit von ARD und ZDF. Nun wird ihm Angriff auf die Pressefreiheit vorgeworfen. Ausgerechnet!

Und schon wieder gab es einen schmählichen Angriff auf die Pressefreiheit in Deutschland.

Nicht etwa die Behinderung von Boris Reitschuster, eines Journalisten, der unangenehm auffällt, weil er es wagt, unserer Regierung kritische Fragen zu stellen. Dafür wird er von Twitter gesperrt – und bei Youtube wird ihm die Sperrung angedroht. Warum? Kritik an der Regierung ist rechts, also geschieht ihm recht!

Was allerdings gar nicht geht: den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu kritisieren, etwa die «Tagesschau», weil man dort einen deutlichen Hang zu Linksgrün habe.

Das hat Hans-Georg Maassen getan, der ehemalige Verfassungsschutzchef, der sich jetzt für die thüringische CDU in den Bundestag wählen lassen möchte.

Bei den Öffentlich-Rechtlichen seien auch Personen beschäftigt, die zu «linken und linksextremen Szenen» neigten. Es sei doch eine Untersuchung wert, ob solche Personen die charakterliche Eignung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hätten. Der ja nunmal eine Verpflichtung zu «Ausgewogenheit» hat.

Bauz!

Maassen attackiert die Pressefreiheit!

Tut er das? Oder weist er nur auf etwas hin, das längst bekannt ist – dass nämlich konservative oder gar «rechte» Positionen beim ausgewogenen Fernsehen schon lange nicht mehr vorkommen und auch sonst, siehe Reitschuster, unter Applaus ausgegrenzt werden – Applaus von der Seite der Ausgewogenen, die nun prompt Maassens Kopf fordern?

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19 Kommentare zu “Hans-Georg Maassen kritisiert die Linkslastigkeit von ARD und ZDF. Nun wird ihm Angriff auf die Pressefreiheit vorgeworfen. Ausgerechnet!”

  • Andreas sagt:

    ... bekommen Wohnungen, in denen dann keiner mehr wohnen will

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  • peterlinz sagt:

    Weshalb werden solche Tatsachen geleugnet? Das weiss doch jedes politisch interessierte Kind. Gemäss Umfragen haben 45% der jungen Deutschen ein positives Bild vom Sozialismus und 47% sind antikapitalistisch eingestellt. Die Propaganda trägt ihre Früchte. In Berlin entmachtet man schon Immobilienfirmen und glaubt, der Staat könne dann die Immobilien preisgünstiger verwalten. Am Schluss bekommen dann die Cupli-Grünen-Sozialisten Sozialwohnungen für einen Pappenstiel.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Was in Deutschland an der ARD oder beim ZDF als unausgewogen oder als linksextrem kritisiert wird, scheint mir als TV-Konsument (der auch Infosendungen aus Deutschland verfolgt) eher harmlos, im Vergleich zu unserer SRG! Wer einmal eine ganze Woche lang die ausgewählten Beiträge in der "Tagesschau" oder im "10 vor 10" ganz genau mit der Stoppuhr misst, erkennt mit Schrecken, wie einseitig oder zeitlich rein linkslastige Nachrichten ausgewählt und verbreitet werden! Niemand reagiert darauf!

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  • richard gwerder sagt:

    genehmigt.

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  • minibixi2008 sagt:

    TV in dieser veralteten Form wie heute im 21. Jahrhundert braucht kein Mensch mehr.
    Ich schaue mir seit Jahren nur noch ausgesuchte Filme und das was mich gerade interessiert an.
    Ich brauche weder Tagesschau noch diese einseitigen nichtssagenden dummschwätzer Politikdisskusionen.
    Um sich über das tägliche Weltgeschehen zu informieren braucht heutzutage niemand mehr diese veralteten schulmeisterlichen diktatorischen Medien.
    Befreit euch von diesem linken Schleim und lebt die Realität.

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    • Andreas sagt:

      WW daily ist eine gute Unterstützung, den Blick für die Realität nicht zu verlieren

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    • traugi67 sagt:

      Habe mich auch davon befreit.
      Die Tagesschau hat den Informationswert von (Zitat Dieter Hildebrand) Fix+Foxi Heftchen. Ich würde noch weitergehen und es Desinformationswert nennen.
      Das Schweizer Fernsehen ist für mich eine intellektuelle Zumutung. Mit ihrer Corona-Panikmache haben sie jegliche journalistische Seriosität mit Füssen getreten und sind mit-oder sogar haubtschuldig an der jetzt stattfindenden Spaltung der Gesellschaft.
      Boni verteilen während KMUs und Gastrobetriebe Konkurs gehen.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Wenn es um Medienkritik geht, steht die Branche einmütig zusammen. Genauer gesehen geht es um Kritik von rechts nach links. Kritik an den veröffentlichten Meinungen hat schon lange keine sachliche, dafür umso mehr gerichtete Dimensionen angenommen. Auffallend ist, dass Kritik von links nach rechts wohlwollend akzeptiert und umgekehrt absolut verteufelt und medial unterdrückt wird. Wenn sie von Georg Maassen kommt, können die Medien selbstverständlich nicht schweigen. Auch die NZZ ist fest dabei!

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  • gorkipark sagt:

    Getroffene Hunde bellen!

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  • steinlin sagt:

    Es ist doch bei allen Staats-Medien das selbe. Die Journalisten/innen sind links bis linksliberal, das wird sich nie ändern.

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    • Gonzo sagt:

      Ich würde eher sagen die Journalisten seien links bis linksradikal.
      Man muss sich nur anschauen welche Positionen sie vertreten.
      zB. das bedingungslose Grundeinkommen und die Überwindung des Kapitalismus…

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      • Peter Eschmann sagt:

        Und diese Journaillisten, Redaktoren, Zensoren, Verpleger, Herausgeber und wie sie alle heissen, sind sich nicht zu schade, sich zu unser aller Elend vom Steuerzahler (allerdings auf Geheiss des BR und des Parlaments, die uns nicht gefragt haben) aushalten zu lassen. Mir entfahren noch heute ungezählte Schreie.

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    • Bischi49 sagt:

      Das Wort linksliberal in dem Zusammenhang zu verwenden ist eine Beleidigung für alle wirklich liberalen Geister.

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  • olive sagt:

    Dieses Beispiel zeigt die ganze Verdrehtheit der Zeitgeistigen , die sich selbst immer wieder ad absurdum führen. Und doch gelingt ihnen die Meinungsmache sehr gut.

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  • T sagt:

    Massen ist einer der Hoffungsträger für ein freies, selbstbestimmtes Leben der Menschen, unter einer freiheitlich, demokratischen Grundordnung, in einem Rechtsstaat.

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