04. Januar 2021
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Beat Gygi

Wie das Schweizer Fernsehen hilft, die Wirtschaft kaputt zu machen

Am 30. Dezember, einen Tag vor Silvester, hat die Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens alles gegeben, um dem Bundesrat zu helfen beim Blockieren der Wirtschaft. Moderator Urs Gredig sagte einleitend, Corona stelle die Menschen vor das Dilemma: «Kann ich guten Gewissens etwas tun, das zwar erlaubt, aber angesichts der laut Bundesrat angespannten Pandemielage vielleicht nicht sinnvoll ist?»

Sinnbildlich dafür sei der manchenorts zu beobachtende Kaufrausch – er sagte nicht «Einkaufen», nein, «Kaufrausch». Sogleich kam die Illustration dazu: In moralisch aufgeladener Haltung fragten SRF-Reporter an der Zürcher Bahnhofstrasse und im Glatt-Zentrum Konsumenten vor laufender Kamera, warum sie jetzt zum Einkaufen unterwegs seien, obwohl der Bundesrat doch gesagt habe, man solle zu Hause bleiben.

Videoszenen zu Warteschlangen vor Kleiderläden, zu Problemen beim Abstandhalten, zu verlegenen Antworten von Angesprochenen, die ihr Shopping zu rechtfertigen suchten, bekräftigten die vorwurfsvolle Haltung.

Das Schweizer Fernsehen als Diener oder informeller Mitarbeiter der Regierung beim Überwachen und Disziplinieren des Volkes – so versteht man die Sendung. Geschäfte, die noch nicht staatlich blockiert sind, werden moralisch kaputt gemacht.

Die Botschaft geht darüber hinaus: Konsum und Umsatz sind grundsätzlich problematisch – gibt ein staatlich geschütztes Medienunternehmen zu verstehen, das durch Zwangsabgaben aus der arbeitenden Wirtschaft ernährt wird.

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