20. Mai 2021
Rolf Hürzeler

Wie ein echter Royal: Prinz Harry hält Meinungs-, Medien- und Religionsfreiheit in den USA für «verrückt»

«Bonkers» ist das Wort, das Prinz Harry in einem Interview mit dem Produzenten Dax Shepherd brauchte.

«Verrückt» sei der Erste Zusatz, The First Amendment, der amerikanischen Verfassung, der die Meinungs- die Medien- und die Religionsfreiheit garantiert.

Ist ja klar, meinen böse Zungen, der junge Mann habe sich noch nie durch intellektuelle Brillanz ausgezeichnet, warum sollte er das jetzt tun? Wie fast alle seine Verwandten falle Harry kaum durch gedankliche Meisterleistungen auf.

Solche Kritik steht uns commoners, also den Normalsterblichen, nicht zu. Im Gegenteil: Harry gebührt Anerkennung, denn er hat die Tradition der Royals besser verstanden als alle seine Verwandten, mit denen er zerstritten ist. Ihre Vorfahren hielten nämlich nie etwas von freier Meinungsäusserung und sahen Andersdenkende gerne einen Kopf kürzer.

Man denke nur an den legendären König Heinrich VIII, der mit den sechs Frauen im 16. Jahrhundert. Er verstand beim Aufmucken keinen Spass, genauso wenig wie seine Nachfolgerinnen Maria I. oder Elisabeth I. Hey, was wurde da abgeschlachtet, wer für sich die Freiheiten des First Amendments in Anspruch genommen hatte, wenn es dieses denn schon gegeben hätte.

Recht so, Prinz Harry, go for it!

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3 Kommentare zu “Wie ein echter Royal: Prinz Harry hält Meinungs-, Medien- und Religionsfreiheit in den USA für «verrückt»”

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