23. Februar 2021
Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Wie kommt Engelberger dazu, ohne Absprache mit den anderen Kantonen, den Plan des Bundesrates zu befürworten?

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger würde gerne auch eine Hauptrolle bei der Bewältigung der Pandemie spielen. Engelberger ist Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK).

Es stellt sich aber je länger je mehr die Frage, wen er eigentlich vertritt. Was er als GDK-Präsident verkündet, ist nämlich nicht immer das, was die Kantone anstreben.

Nehmen wir als Beispiel die raschere Öffnung der Gartenrestaurants. Die Mehrheit der Kantone, die gesundheitspolitische Kommission des Nationalrates und sogar Engelbergers eigene Mittepartei will die Beizenterassen schneller aufsperren, als es der Bundesrat in seinem Öffnungsfahrplan vorgesehen hat.

Engelberger schlug sich aber schon am letzten Donnerstag bei seinem Auftritt mit Bundesrat Berset auf die Seite der bundesrätlichen zaghaften Öffnungsstrategie.

Wie kommt er dazu, ohne Absprache mit den anderen Kantonen diesen Plan zu befürworten?

Einige Kantone hatten bereits zu diesem Zeitpunkt gefordert, dass man die Terrassen schneller öffnen müsse. Sie haben sich jetzt auch durchgesetzt – gegen den Willen ihres GDK-Präsidenten.

Und was tut Engelberger nun?

Auf die widerspenstigen Kantone hauen, das traute er sich nicht. Also holte er zum Rundumschlag aus gegen Gesundheitspolitiker des nationalen Parlaments, die dem Bundesrat das Heft aus der Hand nehmen wollen.

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14 Kommentare zu “Wie kommt Engelberger dazu, ohne Absprache mit den anderen Kantonen, den Plan des Bundesrates zu befürworten?”

  • holsderkuckuk sagt:

    Warum fragt niemand: Was ist mit den positiven Fällen? Sind diese krank, oder nur leicht erkrankt. Der Super GAU für die Panik-Demiker wäre ,sie haben gar keine Symptome und fühlen sich nicht krank. Im Notfall importiert man einige erkrankte Portugiesen, natürlich nur aus angeborener Menschlichkeit, um leere Intensiv-betten zu belegen. Die Medienministerin honorierte die Panikausrufer
    im Jahr2020 die Zeitungsverlage mit 260 Millionen Subventionen, und die alarmieren.

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  • Stuckiwein sagt:

    Ich bin für einen 3 monatigen Lockdown mit Hausarrest unserer Regierung. Einen Lehrling hätte man schon lange den Lehrvertrag gekündigt, da er im dritten Lehrjahr immer noch die Fehler eines Erstlehrjahr-Stift macht. Wer nach monatelangem Experimentieren immer noch überhaupt keinen Plan hat, sollte mindestens die Grösse haben in Krisenzeiten das Steuer denen zu überlassen die es können. Wie hiess schon wieder der Kapitän der Concordia, ein Vergleich bietet sich an.

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    • Claudio Bachmann sagt:

      Ein gelungener Vorschlag. Was soll am 1. März anders sein, als am 1. April oder 1. Mai? Das Virus isr auch im nächsten Jahr noch unter uns. Ansteckungen wird es auch noch im nächsten Jahr geben. Wenn der Bund mit dem Beizen Öffnen zuwarten will, bis das Virus verschwunden ist, dann habe ich mit meinen 76 Jahren mein letztes Bier in einer Beiz bereits im vergangenen November getrunken! Wann begreifen wir, dass wir lernen müssen mit dem Virus zu leben und es zu akzeptieren.

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      • danke sagt:

        Stuckiwein und Bachmann – einmalig!
        Persönlich würde ich den Bundesrat zusammen mit dem ganzen Parlament für mindestens 1 Jahr bei Wasser und Brot in die Wüste schicken. Und wir – zusammen mit den „Freunde der Verfassung“, „Aletheia“ und allen anderen positiv-kreativen Kräften der Schweiz würden in dieser Zeit das Ruder übernehmen.
        Ich sage Euch, in unserer schönen Schweiz würde bald keiner mehr von Corona sprechen und den Bundesrat und das Parlament zurück würde erst recht keiner mehr wollen.

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  • danke sagt:

    Super, dass es Menschen wie Euch gibt!
    Solch fundierte Kenntnisse und so wunderbare Vergleiche tun wirklich gut und sind Balsam auf geschundene Corona-Seelen.
    Macht weiter so! Bin ganz aktiv mit Euch dabei!

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  • bernhard sorg sagt:

    Lukas Engelberger, Basler Gesundheitsdirektor und in dieser Funktion auch Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, hat als Jurist keine Ahnung von Medizin.

    Er war früher „Hofjurist“ bei der Roche.

    Auch Engelberger hat sich sicher ins Dossier eingelesen. Aber ihn als Experte oder Fachmann zu bezeichnen ist absurd. Er hat eine Position inne, die ihn zu einem gefährlichen Einflüsterer macht. Das gilt auch für einige KantonsÄrztinnen die noch selbständig in einer Praxis tätig waren .

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    • Claudio Bachmann sagt:

      Er war früher „Hofjurist“ bei der Roche. Heute ist er der Hofnarr von Basel. Er ist ein ganz gefährlicher Opportunist und versucht sich mit allen Mitteln bei BR Alain Berset einzuschleimen.. Es wird Zeit, dass er von seinen Kollegen entlarvt wird und sie ihm die rote Karte zeigen!

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  • baloiszydeco sagt:

    Der gleiche Engelberger hatte ja TV Studioaufnahmen von Schnitzelbängg verboten, musste dann zurückkrebsen. Sein Auftritt: Eindruck der Mann hat Angst vor seinem eigenen Schatten, braucht Berset s Gängelband.

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  • Edmo sagt:

    Man nehme 50 Musiker, erkläre sie zum Symphonieorchester und lasse sie die dramatische Oper Pandemia spielen. Keiner hat je Noten zu diesem Stück gesehen, der Dirigent fuchtelt hilflos mit seinem Stab und das Publikum reibt sich ob der Kakophonie verwundert die Augen. Etliche Musiker versuchen, durch besondere Lautstärke aufzufallen. Anderen passt das gar nicht und schon halten sie heftig dagegen. Der Tenor ist beleidigt und verlässt die Bühne. Ähnlichkeiten mit unserer Corona-Diktatur sind…

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  • Tenor sagt:

    Ein bislang unentdeckter Nebeneffekt dieser Seuche ist, dass sie unfähige Politiker deutlich sichtbar macht. Würden mehr Nachrichtengefässe darauf reagieren, würde dies vielleicht sogar Wirkung zeigen.
    Aber letztere sind leider hauptsächlich mit Hofberichterstattung und / oder den „Corona-Leugnern“ beschäftigt…

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