12. Mai 2021
Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Salathé, Stadler, Althaus und Co.: Wie die Mitglieder der Corona-Task-Force bei der Vergabe von Forschungsgeldern kräftig abkassieren

Die Corona-Task-Force ist wegen ihrer realitätsfernen Prognosen zur Entwicklung der Pandemie ins Gerede gekommen. Das Problem ist, dass die von diesem Gremium berechneten Szenarien selten eintreffen. Beim Abholen von Gelder für die Covid-19 Forschung sind Mitglieder der Task Force dagegen absolute Spitzenklasse.

Der Bund hat zum Coronavirus zwei nationale Forschungsprogramme lanciert, eines in Höhe von 20 Millionen (NFP 78) Franken, ein weiteres für 14 Millionen Franken (NFP 80) Franken. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF), die grösste nationale Einrichtung zur Förderung von Forschung, finanziert über eine Sonderausschreibung wissenschaftliche Projekte für 10 Millionen Franken.

Wer ist zum Handkuss gekommen? Da wäre einmal der Epidemiologe Marcel Salathé. Er darf das Programm NFP 78 leiten. Der Wissenschaftler hat sich als Task Force Mitglied hauptsächlich mit der Kritik am Bundesrat profiliert. Zum Zuge kommen bei diesem Programm auch die Task-Force Mitglieder Volker Thiel von der Uni Bern und Thomas Van Boeckl von der ETH Zürich.

Professorin Tanja Stadler, Leiterin der Expertengruppe, welche die epidemiologische Analysebericht der Task Force erstellte, hat bei der Sonderausschreibung des Nationalfonds gleich mehrere Projekte an Land gezogen. Richard Neher und Christian Althaus sind ebenfalls vertreten. Althaus hat sich inzwischen wie Salathé aus der Task Force verabschiedet.

Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass es sich halt um die Besten ihres Fachs handelt, weil sie sonst nicht der Task Force angehört hätten. Und dass die Gelder in die richtigen Projekte fliessen. Aber sind es wirklich die besten? Gemessen an ihrer Performance während der Pandemie, darf man daran zweifeln, dass die Task Force Mitglieder allesamt Top-Cracks sind.

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19 Kommentare zu “Salathé, Stadler, Althaus und Co.: Wie die Mitglieder der Corona-Task-Force bei der Vergabe von Forschungsgeldern kräftig abkassieren”

  • Stefan Mueller sagt:

    Also in den Spezial-Genossen-Paradiesli sind und waren solche Lakaien dann, wenn das Versagen nicht mehr vom Müllstream und Linksstaatsfilz mit Propaganda und Lügen-Orgien zugedeckt werden konnte,...die 1. ....die den Kopf ( o.k. in der Bünzli-Republik das Filz-Pläzchen) verloren.....
    Und ja klar, natürlich nach all den vielen Regimekritikern die vom Links-Mob gejagt angedreckelt niedergeknüppelt mit dem Tode bedroht, oder/und ruiniert wurden!!!

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Tanja Stadlers Beitrag ist ein Blendwerk. Die "Fallzahlen" des BAG sind Datengrundlage. Eine "blind deconvolution" sucht darin im Trüben fischend Muster. Die rekonstruierten Muster werden durch ein Tool EpiEsteem geschickt und dann voilà hat man Tanja Stadlers R-Werte ohne jede Validierung. Tanja Stadler kennt nicht einmal die statistischen Eigenschaften der Daten. -- Was mich besonders irritiert, dass innerhalb der angeblich so exzellenten ETH keine kritische Diskussion dazu geführt wird.

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  • rspuler sagt:

    Nicht zu vergessen, dass der Vorgänger von Ackermann, Matthias #WashYourHands/#WearYourMask Egger Leiter des SNF ist. Sicher nur ein Zufall.

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  • Robert1291 sagt:

    Vergessen wurde Martin Ackermann, Leitet seit 2015 an der ETH und der Eawag die Forschungsgruppe für Ökologie mikrobieller Systeme. Der Eawag welche seit über einem Jahr am Abwasser Monitoring forscht (vermutlich nicht ganz gratis) welches laut BAG das Potential hat, als weiterer Indikator – neben Fallzahlen, Hospitalisierungen und Todesfällen – das Pandemiegeschehen abzubilden. Wer noch nie vom Abwasser Monitoring gehört hat, dem würde ich empfehlen mal darüber zu lesen.

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    • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

      Tatsächlich ist das Abwassermonitoring die ungefähr allereinzige einigermassen brauchbare Datengrundlage zur Ausbreitung der Infektion in der Gesamtbevölkerung, die wir haben. Nur kommt diese Methode für die Bekämpfung der Chinesenseuche viel zu spät. Im Gegensatz dazu die Fallzahlen mit den PCR-Tests sind Plunder.

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  • hape sagt:

    ...Fortsetzung... Was nun Tanja Stadler angeht: Die sollte ihr Mandat dem Wetterfrosch Bucheli abgeben. Ich kann mir gut vorstellen, dass seine Prognosen der Corona-Situation etwa der Vorhersage des Wetters entsprechen.
    Die ist zwar meistens auch unbrauchbar, jedoch um Klassen präziser als Frau Stadlers Luftschlösser.

    Hauptsache auch bei Ihr: Die Kasse klingelt.

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  • hape sagt:

    Ich habe mir immer gestattet, dieses Gremium als "Sechstklassige Idioten-Force" zu bezeichnen.

    Richtige Wissenschaftler mit Reputation sind in der Wirtschaft gesuchte Leute. In der Task Force sitzen die (und haben sich ja selber dorthin befördert) Leute, die am Markt nicht zu gebrauchen sind.

    Dafür gibts - wie so oft - Kohle für Inkompetenz.

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  • Stefan Mueller sagt:

    und es soll noch immer Leute geben, die glauben, dass sich solche Volksgenossen einzig und alleine wegen ihres Könnens, und vor allem, weil sie dem Volk dienen wollen, auf solchen Plätzchen festsaugen können?!?!

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  • johann6a sagt:

    "Beim Abholen von GelderN..." bitteschön!

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  • D. Keller sagt:

    Diese wissenschaftliche Befangenheit und Abhängigkeit kennen wir auch bei der Klimawissenschaft.

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  • Heidi sagt:

    Allmählich müsste es jedem klar sein, dass die ganze Plandemie aus einem korrupten Pharma-IT-Sumpf stammt und absolut nichts mit dem Schutz der Gesundheit zu tun hat. Die Verlagshäuser wurden ebenfalls mit Bundesgeld auf Linie getrimmt, und SRF ist schon längst zum Propagandasender der Regierung verkommen. Würden die Journalisten ihre Aufgabe erfüllen, wären diese Hintergründe schon lange aufgeflogen.

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  • Edmo sagt:

    Corona und Klima sind Geschwister. Auch die Mechanismen sind sich zum Verwechseln ähnlich. Die 'Wissenschaft' sorgt für Panik und Hysterie. Die Politik dehnt auf dieser Basis lustvoll ihre Macht aus, finanziert die Forschung und kann sich darauf verlassen, mit neuen Hiobsbotschaften perfekt versorgt zu werden. Es spielt keine Rolle, wenn die Wissenschaft absurden Mist verkündet und die Politik ebenso absurde Massnahmen befiehlt. Die Panik lässt das Volk verdummen.

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    • juege sagt:

      Und beide rechnen mit den gleichen, falschen Modellen, welche je nach Wetterlage mit anderen, falschen Rohdaten gefüttert werden. Mit kommt immer wieder Cäsar Keiser's "Die Bauern hatten einen Computer bestellt" in den Sinn. Gerade bei Knutti kommt hinten immer noch der gleiche Unsinn heraus.

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    • Albert sagt:

      Genau: Corona und Klima sind Geschwister und deren Eltern heissen Internationalismus und Sozialismus mit dem Nachnamen Machtgier-Herrschsucht.

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  • Hans Peter sagt:

    Man darf das auch wohlgemut skandalösen Filz nennen; eine exemplarische Wissenschaftskorruption.

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  • Albert sagt:

    Nicht nur Marcel Salathé, auch die SVP hat den Bundesrat kritisiert. Salathé kritisierte den Bundesrat, weil er immer noch zu viele Freiheiten gewährte und die SVP kritisierte ihn aus exakt gegenteiligem Grund. Nun frage ich mich natürlich, wann endlich die SVP Fördergelder erhält - zum Beispiel für die Forschung über die Bedeutung von Freiheit, Selbstverantwortung, Unabhängigkeit, Neutralität und Direkte Demokratie?
    Oder sind diese Begriffe für den BR bereits gar bedeutungslos geworden?

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  • Janosh sagt:

    Der uralte Spruch gilt noch heute 'wes Brot ich ess, des Lied ich sing '

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    • minibixi2008 sagt:

      Diese Task-Force hätte man auch aus ein paar erfahrenen Gorillas zusammenstellen können
      Wahrscheinlich wären die Prognosen zutreffender gewesen und mit einrm Sack Bananen wäre das ganze finanzierbar gewesen.

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