02. Juli 2021
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Wolfgang Koydl

Lukaschenko macht den Erdogan: Jetzt setzt auch Weissrussland Migranten als Waffe gegen die EU ein

Von der Sowjetunion lernen, heisst siegen lernen – dieser Spruch wurde den Bewohnern von Moskaus Satellitenstaaten eingehämmert. Weissrusslands Herrscher Alexander Lukaschenko wird ihn kennen.

Doch er holt sich seine Siegertipps in der Türkei. So wie deren Präsident Recep Tayyip Erdogan hat auch er Migranten als Waffe entdeckt, mit der sich die Europäische Union in Angst versetzen und erpressen lässt.

Die Zahl der Asylsucher, die in den EU-Staat Litauen einreisen wollen, hat sich verachtfacht. Der Flug Baghdad-Istanbul-Minsk ist eine der wenigen Strecken, die von Sanktionen nicht betroffen sind. Meist ist er ausgebucht, mit dem Bus geht’s weiter an die Grenze.

Nach Marokko, Libyen und der Türkei ist Belarus der vierte Staat, der Schwäche und Verlogenheit der Europäer ausnutzt.

Dabei wäre es so einfach, die Migrationswelle zu brechen und zugleich die Erpresser im Präsidentenamt kalt zu stellen. US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat es vorgemacht. Einfach sagen: Kommt nicht.

Von Amerika lernen, heisst siegen lernen.

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15 Kommentare zu “Lukaschenko macht den Erdogan: Jetzt setzt auch Weissrussland Migranten als Waffe gegen die EU ein”

  • Fede sagt:

    „Kommt nicht“..!!
    Ist doch sooo einfach. Also noch so einen flotten Spruch und alle Immigranten-Probleme sind gelöst..!

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  • hape sagt:

    Ein wirksames Mittel: Keine Spenden mehr an NGO's. Keiner weiss ja wirklich, wie die ihre Gelder einsetzen.

    Helvetas zum Beispiel investiert Spendengelder in Frauenpolitik in der dritten Welt, statt in nachhaltigen Ausbildungen, die die Menschen dort selbständig macht und an der Flucht hindert.

    Leider ist keiner bereit, konsequent zu sein....

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  • richard gwerder sagt:

    Am besten hat Australien das gelöst.
    Jeder der illegal einreist, wird augenblicklich wieder ausgeschafft. Sollte sein Herkunftsland ihn nicht zurücknehmen, oder er sich weigert auszusagen woher er kommt, wird das auf einer Insel, ausserhalb des Festlands, abgeklärt.
    In Australien ertrinkt seither auch niemand mehr im Meer.

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  • Beo B. Achter sagt:

    Sie sagen es, Belarus nutzt die Schwäche und Verlogenheit der Europäer aus. Warum nicht? In der vorliegenden Situation ist es das Recht des Belarussischen Regime die Europäer dort zu treffen "wo es weh tut" wie es Deutsche Politiker im Umgang mit Russland empfehlen.

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    • Hans Peter sagt:

      Ganz bei Ihnen. Eine schlicht probate strategische Antwort des selbstbewussten weissrussischen Präsidenten gegenüber den fiesen und hinterhältigen Attacken der an Heuchelei, Doppelmoral und Scheinheiligkeit kaum mehr überbietbaren "westlichen Wertegemeinschaft" a la EU und NATO (inkl. Biden-Harris-USA!!!).

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  • VP-Falger sagt:

    Jetzt gehört die offene Grenzen-Schengenkultur endgültig auf dem Scheiterhaufen der Trämereipolitik verbrannt und endlich unser Schweizer Grenzwachtkorps reaktiviert. Dass Winterthur sein Gefängnis mit X-Millionen Franken erweitern muss, sollte ein Warnsignal sein. Pseudo-Flüchtlinge erhalten Unterkünfte in ***Hotelqualität. Da wird man gerne kriminell und lässt es sich vergleichsmässig zum eigenen Herkunftsland gut gehen.

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  • Edmo sagt:

    Kamala Harris ist nicht das grosse Vorbild. 'Kommt nicht' ist bloss eine dämliche Ansage. Trump hat es richtig gemacht, Orban macht es richtig und die Dänen haben es jetzt auch begriffen. Die Grenzen dicht machen und die Leute abweisen. Nur so geht es. Der gigantischen Asylindustrie müssen die Gelder radikal gestrichen werden. Die Grenzen müssen für Migranten unüberwindbar werden und wer zu Unrecht hier ist, muss raus.

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  • Der Michel sagt:

    Hat Harris' "Kommt nicht" denn funktioniert? Ich bin mir da nicht so sicher - man hört seit dem Regierungswechsel in den USA nurmehr wenig über diese Themen...

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