04. Mai 2021
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Wolfgang Koydl

Willkommen in der neuen Normalität: Markus Söder sagt auch das diesjährige Oktoberfest ab. Schlimm ist das nicht

Letztes Jahr war es noch ein Schock: Was, die Wies´n fällt aus?

Dieses Jahr ist es nur ein Schulterzucken: Schon wieder kein Oktoberfest? Na ja.

Und nächstes Jahr? Wird es wohl die «neue Normalität» sein. Ober-Bayer Markus Söder sprach nur von einer «hohen Wahrscheinlichkeit», dass es stattfinde, garniert mit einem dicken «Wenn».

Die Pandemie hat gezeigt, auf wie viel man verzichten kann. Kinos. Werfen dich nach nur einem Film raus. Opern. Zwingen dich in den Smoking. Stadien. Setzen dich weit weg vom Ball in eine zugige Ecke.

Alles kann man vor den heimischen Bildschirm verlagern, wo auch der Weg vom (Home) Office nicht so weit ist.

Ist es schade ums Oktoberfest? Es hat so viele Ableger weltweit – Tokio, Brisbane, Cincinnati, Windhuk –, dass man das Disneyland-Original nicht wirklich vermissen wird.

Der Bayer sagt nicht nur «Ozapft is», sondern auch «dahoam is dahoam». Dort ist das Sofa bequemer als die Bierbank und die Mass immer richtig eingeschenkt. Frisch gezapft zappt man sich rings um den Globus – von Wiesn zu Wiesn.

Ein Prosit der Gemütlichkeit.

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7 Kommentare zu “Willkommen in der neuen Normalität: Markus Söder sagt auch das diesjährige Oktoberfest ab. Schlimm ist das nicht”

  • dh8704 sagt:

    The Great Reset ! Spass, Feeude, Lust, Menschlichkeit sollen einer. ökosozialen Technokratie Diktatur weichen, dem Staat die Zügel in die Hand geben, Individualität und Heimat auslöschen ! Dagegen gibt es massiv anzukämpfen .

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  • Edmo sagt:

    Die Transformation der Gesellschaft hat gerade erst begonnen. Corona ist nur die Hauptprobe. Tyrannen, wie Söder, denken nicht eine Minute lang daran, uns irgendwelche Freiheiten und Grundrechte zuzugestehen. Die Entfremdung der Menschen ist wichtig um die totale Kontrolle zu erlangen. Deshalb sollen wir zuhause hocken und nur noch die pädagogisch wertvollen Ergüsse der Staatssender über uns ergehen lassen. Ein Oktoberfest ist das Gegenteil von Kontrolle und gehört daher streng verboten.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Cancel Tradition! Cancel Vergangenheit! Cancel Errungenschaften! Cancel Lebensqualität! Cancel unsere Zukunft für die Globalisierung? Cancel unsere Zukunft für die digitale Knechtschaft? Was bringt denn der ganze Irrsinn? Gar nichts Intelligentes und Erstrebenswertes. Cancel Humanity! Konstruiertes Elend für alle statt für wenige? Wieso lassen wir private "Philanthropen" machen was sie für gut finden?

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    • Melanie sagt:

      Das alles passiert, weil es die MEHRHEIT der Bevölkerung (hier, in Deutschland, anderswo) genau so wollen. Oder weil es sie schlicht nicht interessiert, was passiert. Wäre es nicht so, würden doch einfach VIEL MEHR Leute aufstehen auf die Strasse gehen, an Demos teilnehmen und sich WEHREN!! Aber leider, leider: fast alle zu faul, zu bequem, zu überfordert, zu ignorant - oder schlicht zu dumm, um erkennen zu können, was abgeht.

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  • juege sagt:

    Ich schätze, bei uns wird es auch keine Fasnacht und kein Sechseläuten mehr geben. Aber solange die SP Mauch bei den Urnern saufen kann, spielt das ja keine Rolle.

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    • Hans Peter sagt:

      Gut, erwähnen Sie die Fastnacht: der Mentalitätsunterschied freiheitsbewusst und links-grün sediert spiegelte sich heuer überdeutlich zwischen den Innerschweizern, die, Würde und Rückgrat zeigend, sich um Berset's Diktate foutierten, indem sie sich zumindest in Einsiedeln ihre Fastnacht nicht stehlen liessen und trotzdem feierten; derweil die Basler unterwürfig kuschten.
      Höre ich, wie ungestraft Söder, mit sadistischem Lächeln öffentlich tyrannisieren kann, sehe ich im übrigen Bayern verloren.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Der fehlende Glaube der Politelite, an die Rückkehr in die Zeit vor der Corona-Politik ist absolut verständlich. Wenn Söder jetzt das für das übrige Europa völlig bedeutungslose Oktoberfest der Bayern absagt, kommt damit einfach die Angst zum Ausdruck, damit einen Zacken aus der Krone zu verlieren, welche sich im Machtgefüge der Politik und gegen demokratische Auswüchse während der Corona-Krise so „positiv“ entwickelt hat.

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