12. Oktober 2021
Thomas Renggli

Xherdan Shaqiri ist plötzlich Kapitän der Schweizer Fussball-Nati. Es ist eine der grössten Fehlbesetzungen seit dem Rütlischwur

In jeder Fussballmannschaft gibt es eine natürliche Hierarchie. 

Und im Schweizer Nationalteam steht dort ein Mann zuoberst, der konstant auf Top-Niveau spielt, kommunikativ den höchsten Ansprüchen standhält und sogar die Nationalhymne beherrscht: Torhüter Yann Sommer. 

Trotzdem entreisst Trainer Murat Yakin seinem Führungsspieler die Kapitänsbinde und reicht sie einem Mann, den man ohne Begleitschutz besser nicht vor ein Mikrophon treten lässt – und der abseits des sportlichen Terrains als Botschafter ungefähr so tauglich ist wie Alain Berset als nächster SVP-Parteipräsident: Xherdan Shaqiri. 

Im Nachgang des 2:0-Siegs gegen Nordirland am vergangenen Samstag wurde die Dimension dieser Fehlbesetzung auf eine politische Ebene gehoben: Shaqiri liess sich während eines Interviews eine Jacke mit dem Emblem der kosovarisch-albanischen Bürgerkriegsmiliz UCK überstreifen. 

Zwar zog er das Textil wieder ab und wurde vom Verband für «seine besonnene Reaktion» gelobt. 

Trotzdem bleiben Fragen im Raum: Ist es normal, dass ein Aktivist während eines offiziellen Wettbewerbs so einfach auf das Fussballfeld gelangt? Hat der Schweizer Verband seine Hausaufgaben wirklich gemacht? Und wäre Yann Sommer als Kapitän ebenfalls derart in politische Bedrängnis geraten wie Shaqiri? 

Die Antworten sind kurz und bündig: dreimal «Nein».

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6 Kommentare zu “Xherdan Shaqiri ist plötzlich Kapitän der Schweizer Fussball-Nati. Es ist eine der grössten Fehlbesetzungen seit dem Rütlischwur”

  • tomcat37 sagt:

    Die Reaktion von Shakqiri war megacool.
    Das ist aber wirklich kein Grund, ihn vor Sommer zu platzieren.

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  • Thommen Urs sagt:

    Natürlich kann man über die Wahl von Xherdan Shaqiri zum Captain der Nati geteilter Meinung sein. Ich persönlich würde auch Yann Sommer die Binde geben. Aber warum Herr Müller, müssen es immer die blöden Kommentare aus den unteren Schubladen sein, wenn man seine persönliche Meinung kundtut?

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  • Kulti sagt:

    Soll man dieser Aktion so trauen, wie es gewünscht wird!?
    Warum lässt ein Spieler jemanden so an sich heran, den er nicht kennt? Macht man das als "Prominenter?" Es könnte ja sein, dass dies ein Fan ist, der unter der Jacke ein Messer versteckt hält? Man darf doch noch fragen. Natürlich hat der die Jacke schnell ausgezogen, warum aber lässt er sie sich anziehen? Lauter Fragen, es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

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  • Fede sagt:

    Es gibt überhaupt keinen Grund dem guten Yann Sommer die Kapitänsbinde abzunehmen. Sommer ist sicher der Einzige dieses Teams der diese Würde verdient. Bin absolut einverstanden mit dem Artikelschreiber.

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  • Zebedaeus sagt:

    Wer die Wahl von Shaqiri zum Kapitän der Nationalmannschaft für richtig hält, muss sich die Frage stellen, ob er ihn als Ausläufer in seiner eigenen Firma anstellen würde, nur weil er schnell und wendig ist, aber tendenziell dazu neigt, sich zu verirren? Wohl ein viertes Nein!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Tja die Bankdrücker-Gurkentruppe Bünzli-Internationalmannschaft, die ja gegen die oberbiederen schläfrig-lamen Nordiren eigentlich nur dank dem Schiri ""gewannen"", da wird einem mittlerweile Schwarz vor Augen, bei deren unsäglichen Zeitlupen-Ballgeschiebe-Fehlpassorgien!
    O.k. für einmal gab es wenig Sommer-Auskicke die wie praktisch jeder Einwurf, jeweils automatisch beim Gegner landen!
    Und eben, der Doppeladler mit dem Küngelifell auf dem Grind, ob Käpt'n oder nicht, was hat der da zu suchen?

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