28. Januar 2021
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Alex Baur

Massentests sind nutzlos im Kampf gegen das Coronavirus. Wir sollten den Fokus auf die Sterblichkeit richten

Gemäss den Covid-19-Statistiken des BAG weisen seit dem Peak vom letzten November sämtliche relevanten Indikatoren kontinuierlich nach unten: weniger Ansteckungen, weniger Hospitalisierungen, weniger Todesfälle.

Doch jetzt sollen die Fallzahlen mit wahllosen Massentest wieder nach oben getrieben werden. Das ist nicht nur eine unsinnige Verschleuderung von Ressourcen, es entsteht auch ein falsches Bild.

Wer ohne Symptome positiv getestet wird, macht selten eine schwere Erkrankung durch und ist in den meisten Fällen auch nicht ansteckend.

Wenn schon ein Wettbewerb um höhere Zahlen, dann bitte einer, der uns dem Ziel näherbringt: Leben retten!

Der Kanton Jura meldet inzwischen ein Medianalter der mit oder an Covid-19 Verstorbenen von sagenhaften 89 Jahren. Das liegt drei Jahre über dem Schweizer Schnitt. Wer bietet 90 Jahre? Wenn der Sieger auserkoren ist, müsste man sorgfältig abklären, was die erfolgreichen Kantone besser gemacht haben.

Vielleicht könnte man dabei sogar etwas lernen, statt in blindem Aktivismus Zahlen zu generieren, die zum Schutz der Gefährdeten nichts beitragen.

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4 Kommentare zu “Massentests sind nutzlos im Kampf gegen das Coronavirus. Wir sollten den Fokus auf die Sterblichkeit richten”

  • hape sagt:

    Ist doch ganz einfach: Berset und seine Spiessgesellen müssen die Massnahmen rechtfertigen. Dazu ist jedes Mittel recht. Testen, testen, testen - und wenn die Zahlen tief bleiben, einfach die Labors anweisen, beim PCR ein paar Zyklen mehr dazuzugeben - bis aun negative Leute positive Testresultate bekommen.
    Das geile am PCR ist ja, dass der sich problemlos manipulieren lässt...

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  • Marek Cernoch sagt:

    Mir fehlt eine ethische Diskussion: ist der ultimative Schutz von Pflegebedürftigen, wie in der CH-Impfstrategie vorgegeben, das richtige Ziel? Macht es Sinn, in jedem Fall alle medizinischen Möglichkeiten auszuschöpfen? Dürfen Alte, die ihr Leben gelebt und hinter sich haben, nicht mehr sterben? Und ist der Schutz der Altersheime - inklusive Testaktivismus - nicht eher
    ein Schutz für die Sozialindustrie zulasten der produktiven Bevölkerung?

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  • Markus Schneebeli sagt:

    Ja wenn die Spitalauslastung nichts mehr hergibt, dann muss man eben ein neues Ziel anpeilen.
    Zu Beginn konnte man dem BAG und BR Berset vorwerfen, dass sie nicht vorbereitet waren. Jetzt scheint es offensichtlich, dass die Agenda der Angst vorwärts gebracht werden soll.
    Wir können gespannt warten auf das nächste Thema, sollten die Massentests nichts hergeben.

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  • Edmo sagt:

    Noch wichtiger wäre, den Fokus auf die wahren Motive zu richten. Die Massnahmen der Regierung sind in Bezug auf Covid-19 praktisch wirkungslos. Covid-19 ist eine Grippe, die für manche schlimm und einige sogar tödlich verlaufen kann. Die wöchentliche Verschärfung der diktatorischen Massnahmen steht nicht in einer erkennbaren Korrelation zur Entwicklung. Folglich müssen die Beschränken einen anderen Zweck haben. Der Great Reset und die neue Weltordnung lassen grüssen.

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