09. August 2021
René Hildbrand

Zürcher FDP mag lieber Gras rauchen als Heuschnupfen

Im Frühjahr, als das Gras wieder zu wachsen begann, sagte die Stadtzürcher FDP bekanntlich einen konfliktgeladenen Plan an: Cannabis, Kokain oder Heroin sollen legalisiert werden.

Der Regierungsrat hat diesbezüglich kein Musikgehör, und selbst der linke Stadtrat ist skeptisch. Dennoch will die FDP weiter dafür kämpfen, dass der Drogenlegalisierung Gesetzeskraft verliehen wird.

Dass harte Drogen wie Heroin und Kokain Katastrophen anrichten können, ist hinlänglich bekannt. Reden wir also vom Hanf.

Cannabis denn Sünde sein?

Fest steht: Ein dauerhafter Hanfkonsum beeinträchtigt die Gesundheit, es leidet die geistige Leistungsfähigkeit. Zum Beispiel das Gedächtnis. Ob Kiffen gefährlich, wissen die vom linken Flügel der Stadtzürcher FDP offenbar nicht mehr... Hasch macht ausserdem gleichgültig, aber das ist denen egal.

Falls Sie die Stadtzürcher FDP suchen: sie ist zu weit gegangen. Die Partei sollte noch einmal über ihre Drogenpolitik nachdenken. Wenn es geht, nicht bei einem Joint.

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14 Kommentare zu “Zürcher FDP mag lieber Gras rauchen als Heuschnupfen”

  • Jean-Pierre Egger avocat sagt:

    Ein Drogenproblem gibt es in der Schweiz nicht, wohl aber ein grosses Sprach- und somit Verständigungsproblem: Eine Droge (vom Holländischen ‘droog’= trocken) ist ein harmloses, für Klein und Gross guttuendes getrocknetes und harmloses Naturprodukt (Blumen, Pflanzen, Wurzeln). Wie den Käse in der Käserei, den Sattel in der Sattlerei, so kauft man Drogen in der Drogerie. Der Drogist ist auf gut Deutsch ein Drogenhändler. Kokain und Heroin sind laborhergestellte Wirkstoffe, also keine Drogen.

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  • johann6a sagt:

    Das soll wohl eine Liberalisierungssignal sein. "Liberal" steht ja auch im Parteinamen. Es gäbe in der Schweiz bessere Betätigungsfelder für Liberalisierungen. Ich empfehle das Buch "Wie viel Markt verträgt die Schweiz?" (NZZ Libro). Dort werden die zahlreichen Illiberalismen der Schweiz abgehandelt. Der Autor heisst gleich wie ich.

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  • simba63 sagt:

    Die Partei sollte noch einmal über ihre Drogenpolitik nachdenken? Zu dem ist sie doch gar nicht mehr fähig, sie ist schon zu versnifft!

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  • VP-Falger sagt:

    Von Hanf zu reden und ihn gleichzeitig zu verdammen, wird dieser sehr nützlichen Pflanze nicht gerecht. Als Junge habe ich mit Hanfseilen das Heu- und Strohfuder noch mit Hanfseilen festgezurrt. CBD eine Handf-Substanz ist weitherum erwiesenermassen als vielfältiges Heilmittel, speziell gegen Epsilepsie, anerkannt und in vielen Staaten legalisiert. Für mich persönlich ist Cannabis die kleinere, bewusstseinsverändernde Pflanze und Hanf die grosse, industriell als auch heilend anwendbare Pflanze.

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  • Rote Pille sagt:

    Moderne FDPler sind Cüpli-Sozis, welche in liberalen Körpern gefangen sind. Vielleicht braucht es einfach härtere Drogen und irgendw. haitianische Voodoo-Rituale (FDP, wie wärs?) damit die sich endlich mit der SP zur SLP zusammenzuschliessen.

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  • hape sagt:

    Ich konsumiere keine Drogen. Dennoch sollte Cannabis - wie in Holland - freigegeben werden.

    Wäre Cannabis so schlimm wie Sie, Herr Hildbrand behaupten, wäre die halbe welt schon Hasch-Dement.

    Vielleicht äussert sich Hasch-Demenz in Verhaltensweisen, wie sie Berset und seine Corona-Spielkamerädli an den tag legen. Dann allerdings: Sofort verbieten!

    Coci und H hingegen sollen weiterhin verboten bleiben.

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    • juege sagt:

      Also wenn ich so in die Welt schaue, ist doch mindestens die Hälfte dement.

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    • T sagt:

      THC ist insbesondere für junge Menschen in der Entwicklung verheerend. Psychosen und andere psychische Fehlentwicklungen sind die Folge. Das ist medizinisch erwiesen. Zudem ist eine Legalisierung ein falsches Signal an die Jugend. Holland als Vorbild zu nennen ist fahrlässig. Die holländischen Probleme durch die Legalisierung sind mittlerweile nicht mehr unter den Teppich zu kehren und offensichtlich.

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  • Edmo sagt:

    Wenn man sieht, welche Gift-Cocktails aus übelsten Keller-Labors heute konsumiert werden, muss man sich über die geltende Drogenpolitik schon ein paar Gedanken machen. Selbst mehr oder weniger harmloses Haschisch ist immer öfter mit weit übleren Drogen angereichert und für die Konsumenten extrem gefährlich. Den Konsum kann die Drogenpolitik offensichtlich nicht reduzieren. Deshalb wäre es vielleicht sinnvoll, das Angebot wenigstens aus dem Schmuddel zu holen.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Als vehementer Gegner jeglichen Drogenkonsums, schockieren einem die verlangten Freigaben (Legalisierungen!) aller harten Drogen! Dass diese Forderung aus der Zürcher FDP kommt, muss man zweimal lesen, um es tatsächlich glauben zu können! Nur, es sind eben nicht nur arbeitslose Sozialfälle. die tagtäglich nur mit Drogen leben können, sondern es gab und gibt auch immer mehr Menschen mit hoher Verantwortung, Aerzte oder Manager, die ohne harte Drogen ihre Aufgaben nicht meistern können!

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    • olijo sagt:

      Nanana... Alkohol ist und bleibt die Droge Nr.1, wo die Depression es ebenfalls nicht schafft, die Jugend davon abzuhalten. Haben wir doch am Schulsilvester auch gemacht.. Alk organisiert. Aber ja, das Komasaufen bei den jungen ist wirklich ein Problem und alle können nur zuschauen. Die grossen Familiendramen passieren meistens auch heute wegen des Nervengiftes ALKOHOL! Das sollte endlich mal klar thematisiert werden, anstatt über hanf zu lästern. Legal = kein gestrekter Mist!

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  • Hans Peter sagt:

    Besteht die Frage, auch wenn man die Schädlichkeit nicht bestreitet, nicht darin, ob Verbot und Abdrängen von Handel und Konsum ins organisierte Verbrechen und in die Unterwelt als probate Mittel gelten?
    Und zeigt exzessiver Konsum nicht überall negative Folgen?

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  • juege sagt:

    Hanf macht gleichgültig - das ist ja der Sinn. Bekiffte geben das Denken ab.

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  • T sagt:

    Blinder Aktivismus um dem Zeitgeist zu entsprechen. Verlassen bürgerlicher Tugenden und damit sich der Beliebigkeit aussetzen. Das typische Gössi-Syndrom der FDP. Vielleicht hilft ein Wochenende auf einer Jurawiese, um bei Pilzgerichten die Erkenntnis zurück zu erlangen, was diese Partei eigentlich vertreten sollte. It' s magic.

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