08. November 2021
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Thomas Renggli

Zürich ist die Hauptstadt der Demonstranten und der Welt-Verbesserer. Das nervt gewaltig!

Die Demonstrations-Freiheit und das Recht auf Meinungsäusserung sind Grundwerte einer Demokratie. Sie werden sowohl von den Menschenrechts-Konventionen als auch von der Schweizer Verfassung gestützt. Glücklicherweise.

Nimmt man aber – beispielsweise in Zürich – an einem normalen Freitag oder Samstag einen Augenschein in der Innenstadt, könnte das Gefühl entstehen: Es wir auch demonstriert, nur um zu demonstrieren.

Zu Corona-Zeiten verschärft sich dieser Zustand: Massnahmen-Kritiker, Freiheits-Trychler, Impf-Befürworter, Covid-Skeptiker, Berset-Gegner, Verschwörungstheoretiker, Welt-Verbesserer; alle beanspruchen den öffentlich Raum für sich – und müssen ihn mit den Klima-Aktivsten, Velo-Demonstranten, Auto-Gegnern und der Fridays-for-Future-Bewegung teilen.

Und ist für einmal Ruhe in der Truhe, wird für ein freies Tibet, für die Anerkennung des Kosovo durch Russland, gegen das Recht auf Abtreibung oder für ein unabhängiges Kurdistan demonstriert; oder gegen Putin und für Biden; und (wahlweise) für die Banken oder gegen die Banken. Gelegentlich entsteht der Eindruck: Es gibt mehr Demonstrationen auf Zürcher Grund als Probleme auf dieser Welt.

Oft sind die Manifestations-Züge überschaubar. Aber ihre Wirkung bleibt gross. Denn der Verkehr kollabiert, das Gewerbe in der Innenstadt wird gebremst, die Wirtschaft torpediert – und die Bevölkerung genervt. Dies ist kein Aufruf, unsere demokratischen Werte zu beschneiden – sondern ein Appell an den gesunden Menschenverstand, nicht für jedes Hirngespinst eine Demonstrationsbewilligung zu erteilen.

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31 Kommentare zu “Zürich ist die Hauptstadt der Demonstranten und der Welt-Verbesserer. Das nervt gewaltig!”

  • Stefan Mueller sagt:

    10 von 26 Mal die absolute Unwahrheit!?!?!?
    Köppel.......halten sie Ihr Stöckchen doch mal ein bisschen höher für ihren Apportierer!

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  • Bruno Bettoli sagt:

    Demonstrations-Pandemie mit fraglichen Wirkungen...

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  • simba63 sagt:

    Einige Demonstrationen beweisen nichts anderes als Wohlstandverwahrlosung!

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  • Anna Meier sagt:

    Es spricht nicht für Sie, Herr Renggli, dass Demos Sie erst stören, seit konservative, ganz normale Bürger sich genötigt fühlen, für ihre Freiheit auf die Strasse zu gehen.
    Abgesehen davon ist die absolut willkürliche Bewilligungspraxis für Demonstrationen eher ein Ärgernis als die Demos.

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  • Gringo 1402 sagt:

    Hei was soll das ist doch besser in Zürich wird demonstriert als bei uns auf dem Land! Ich wuchs in Zürich auf und lebte und arbeitete bis ca. 30 in Zürich. WAR stolz Zürcher zu sein; denn Zürich war damals eine weltweit beachtete Wirtschafts- und Banken-Metropole. Und heute - aus meiner Sicht? Eine herunter gekommene, verwahrloste Stadt der faschistoiden Linken und dummschwätzenden, abzockenden Herumhänger. Heute schäme ich mich Zürcher zu sein und vermeide (wenn möglich) jeden Besuch in Zürich

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  • einzige Wahrheit sagt:

    die Wirkung dieser Demos ist nur gross, weil alle Medien (allen voran die WW) dies noch ausführlich kommentieren, wo es keinen Kommentar bräuchte.

    Während die Tagesmedien (was interessiert das Geschreibsel von gestern) am nächsten Tag bereits dramatisch ein neues Thema ausrollen, schreibt die WW noch wochenlang um jeden kalten Brei rum ... um noch den letzten Empörten auf das Thema aufmerksam zu machen.

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  • Alfred Haefliger sagt:

    Meistens oder fast ausschliesslich sind es doch diese links ...rot/grünen ....Berufsdemonstranten.
    Sie lümmeln die ganze Woche in der Stadt herum statt zu arbeiten, besorgen und organisieren sich diese Transparente und Kartons und feiern sich selber. Es gibt immer einen Grund die anständige Bevölkerung und Polizei zu ärgern. Wohlstands -Verwahrlosung.

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  • Florence sagt:

    In einer Demokratie ist es so: Ma darf demonstrieren. Seit Jahrzehnten pöbeln die Linken in der Stadt rum, hauen Schaufenster kaputt und kurz und klein was ihnen in die Quere kommt… Jetzt, wo NICHT-linke ihr en Unmut demonstrieren indem sie mit Trychlern durch die Straßen ziehen, jetzt stört das auf einmal.
    Ich ärgere mich auch bei Vekehrsstaus. Das ist dann aber wieder Sache der Stadt-Regierung WIE sie Demonstrationen bewilligt und WO . ABER !:
    GLEICHES RECHT FÜR ALLE!

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    • einzige Wahrheit sagt:

      etwas einäugig, was Sie da berichten.
      Es steht ja nirgends, dass die Trychler mehr stören als die anderen.
      Die Frage ist doch eher, warum die Trychler demonstrieren, wo man doch hier alle Freiheiten der Welt hat.

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  • ich sagt:

    Zürich wird noch zur Hauptstadt der Dekadenz

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  • arabella sagt:

    Ein kleiner Trost Basel ist noch „schlimmer dran“….leider !!!

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  • VP-Falger sagt:

    Vor allem nervt es, wenn alle übrigen Kantonsbürger für diesen Wahnsinn, der oft in der Kantonshauptstadt veranstaltet wird, auch von der Politik, auch noch zur Kasse gebeten werden.

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    • Silvio Valentino sagt:

      Es kommen ja auch nicht alle Demonstranten aus der Stadt Zürich.

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      • Stefan Mueller sagt:

        sind aber anscheinend alle herzlich willkommen....schliesslich krawallieren ja Söhne von Anstands- Stadträten vorderster Front mit- gell
        Und Stadt Tsüri ?!?!?........ein Bünzli-Kaff mit knapp 150'000 Schweizern und 250'000 gutausgebildeten hochqualifizierten Massenzuwanderer?!?

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        • einzige Wahrheit sagt:

          was heisst willkommen? Demonstrieren ist halt ein Grundrecht, auf welches ja angeblich nur die Rechte ein Vorrecht hat!?
          Wie Sie ja auch wissen, ist nicht die Stadt für die Zuwanderung verantwortlich, sondern jene, die Hochqualifizierte anstellt.
          Und wie wir aus Erfahrung wissen, gehen aus umliegenden Gemeinden die Kiffer gern in die anonyme Stadt.
          Die weniger Qualifizierten werden ja dann eher vom Gewerbe beschäftigt, und das ist meist in SVP-Hand.

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          • Stefan Mueller sagt:

            Tja einziger faker
            ohne Kenntnisse und Wissen, mit Lügen und Märchen um sich werfen und sich ""Wahrheit""" nennen....Molia/Wermut/Glättli/Fucinelle in einer Person!

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    • einzige Wahrheit sagt:

      vor allem nervt, wenn Leute ausserhalb von Zürich die Stadt nur zum Demonstrieren betreten. Dann kommen nämlich, wie Chiesa es sagen würde, die rechts-svp-ler-bevormunder zum Drangsalieren der aufrechten Stadtbewohner.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Seitdem in den letzten Monaten auch einmal "Nichtlinke" die Strassen mit Demonstrationen blockierten, wird dieses Demorecht plötzlich als Belästigung und als übertriebene Meinungsfreiheit verurteilt! Seit Jahren poltern vermummte Linksextreme oder sonstige Anarchisten-Gruppen durch städtische Strassen und Plätzen und verursachen oft hohe Schäden an Häusern, Autos oder Abfall-Container! Seit nun auch Treichler und Fahnenträger für unsere Freiheit und Werte demonstrieren, wird gejammert!

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  • 66metamycil sagt:

    Das gleiche kann man auch Bern sagen. Es ist wirklich eine Zumutung, was den Geschäften und der Bevölkerung zugemutet wird. Ganz zu schweigen von den gestressten Tram- und Busfahrern.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Der gesunde Menschenverstand gebietet: Online Einkaufen und somit massenhaft Verkehr einsparen. Arbeitsplatz in der näheren Umgebung des eigenen Wohnortes suchen und damit den Verkehr reduzieren. Unsere Innenstädte sind ein wirtschaftliches Auslaufmodell. Sie werden nur ncoh für den Denkmalschutz und für die Spekulanten benötigt.

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  • Melanie sagt:

    ... oder ein Appell, die City von Zürich zu meiden. Ich selber war seit mehr als 1,5 Jahren nicht mehr in der City, obwohl ich in Zürich 8000 in der peripherie wohne (seit Mitte der 1980er Jahre). Die Stadt und ihre Bewohner nerven einfach in jeder Hinsicht seit vielen Jahren gewaltig. Zum Wegziehen bin ich zu alt... danke für diesen Tipps, brauche ich nicht.
    Ausserhalb der City ist es eher ok.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Besser Weltoffendowntown-urban-multikulti-tolerant-Tsüri vom Kanton abkoppeln als Halbkanton...besser noch der EU verschenken:
      Win-win:
      1. keine jährlichen Mrd-Zahlungen mehr
      2. Roadpricing beim Getto-Verlassen
      3. sämtliche Asylanten ins Tsüri-Millieu überstellen
      4. ZRH nur mit Spezial-CO2-Vignette
      5. Wandern/mit Hundeli-Gaggi-machen nur mit Corona-Test
      6. für Velolöli: Zentrumslasten-Zahlungen für Umweltbelastung
      7. Wölfe an Tsüri-/Uelliberg umsiedeln
      8. CH-Pass-Anerkennung nur bei Eidgenossen

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      • einzige Wahrheit sagt:

        1. Die Behauptungne von Chiesa wurden ja bereits leicht widerlegt, die dürften als Eigengoal der SVP abgebucht werden. Vor allem kassieren nämlich minderbemittelte SVP-lastige Kantone.
        2. Komischerweise leben ja gerade jene Betuchten, die täglich nach Zürich (also ins Ghetto) pendeln, um in den lukrativsten Branchen Geld abzuholen, in der Agglomeration der Städte. Wenn Sie als Ihr roadpricing einführen wollen, dann hätte die gutverdienende ausserhalb wohnende Schicht keine Freude ... .

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        • Stefan Mueller sagt:

          Tja wo Wissen und Verstand fehlen....
          als Halbkanton oder EU-Exklave sind all die Bankster-Felle längst davon geschwommen..und was macht dann der Linksfilz mit all den Linksfilz-Staatsknechten und ohne all die Knete welch die Pendler dann in ZH-Ausserrhoden ausgeben!
          Klaro die können dann die Verwaltungsfilz-Anstalten mit Asylanten und ihren Logen und Gogen füllen ..und bereits Chiesa ...hihi...""leicht widerlegt"" ja so kommt es halt heraus wenn nur Ringlier und ÄssÄrrÄff die Versli vorspuren!

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    • einzige Wahrheit sagt:

      liegt wohl eher am Alter als an der Stadt. Das ist auch verständlich.

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