12. Oktober 2021
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Matthias Rüb

Zum fünften Mal besucht Angela Merkel Papst Franziskus. Die beiden verstehen sich prächtig – vor allem bei moralischen Fragen

Die Bundeskanzlerin ist auf Abschiedstour: Letzte Woche in Slowenien und Italien, übers Wochenende in Israel.

Beim Besuch in Rom wurde Angela Merkel auch von Franziskus empfangen. Es war die fünfte Privataudienz für die evangelische Pfarrerstochter aus Ostdeutschland beim Papst aus Argentinien. Bei ihrem Landsmann Benedikt XVI. war sie einmal.

So häufig wie Merkel wurde kein deutscher Regierungschef von Päpsten empfangen – auch die Katholiken Helmut Kohl und Konrad Adenauer nicht.

Tatsächlich verbindet Angela Merkel und Jorge Mario Bergoglio vieles: Sie wuchsen in totalitären (DDR) und halbtotalitären (Peronismus) Verhältnissen auf, ohne gegen diese aufzubegehren. Soziale Gerechtigkeit war (und ist) ihnen wichtiger als persönliche Freiheit.

Einmal an der Macht, haben sie ihre Organisationen (CDU; die katholische Weltkirche) nach links gerückt. Das hat deren Niedergang zwar nicht gebremst, den Aufstieg von konkurrierenden Organisationen aber begünstigt (SPD und Grüne; Evangelikale und Pfingstkirchen).

Im Streit um illegale Einwanderung haben sie Andersdenkende buchstäblich exkommuniziert: Merkel während der Flüchtlingskrise von 2015 mit dem Satz: «Wenn wir uns entschuldigen müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.» Franziskus mit Blick auf Trumps Grenzzaun zu Mexiko von 2019 durch das Urteil: «Wer Mauern baut, ist kein Christ.»

Neben der Migrationspolitik verbindet sie besonders der Kampf gegen den Klimawandel: Merkel und Bergoglio sind kinderlos. Sie kennen daher nicht den natürlichen Impuls von Eltern, dass es der unmittelbare Nachwuchs besser haben soll als man es selber hatte.

Sie nehmen stattdessen kommende Generationen in den Blick, deren Überleben klimamässig auf dem Spiel stehen soll.

Ihre abstrakte Fernstenfürsorge geben sie als tätige Nächstenliebe aus.

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9 Kommentare zu “Zum fünften Mal besucht Angela Merkel Papst Franziskus. Die beiden verstehen sich prächtig – vor allem bei moralischen Fragen”

  • Hans Koch sagt:

    Darum bezahle ich auch keine Kirchensteuer mehr. Frau Merkel mir ihrem Kuba-Syndrom, hat ganz Europa in den Sumpf gezogen. Diese Frau kann nicht einmal den CT-Wert erklären. Alle Fragen wurden in den letzten 20 Monaten nie beantwortet. Die Antworten sind auch uns das BAG seit 20 Montan schuldig. Warum gibt es bei uns kein "ALLES AUF DEN TISCH"? WARUM?

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  • olive sagt:

    Kein Wunder, sind doch beide linke Politiker. Bergoglio kann noch lange vom Christentum reden, er ist ein in der wolle gefärbter Sozialist .

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  • Alpenfurz sagt:

    Beide haben keine Kinder. Da können sie ganz easy die Einführung des globalen Pharma-Faschismus mit unterstützen.

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  • Kulti sagt:

    Evangelikale und Pfingstkirchen in den gleichen Topf wie SP und Grüne zu geben, ist für die 2 Erstgenanten eine Beleidigung, denn die haben eine gegenteilige Meinung des Christenlebens. Mauern in Mexiko, diese Aussage ist gerade grotestk vom Papst, schaut nur mal wieviele Mauern der Vatikan hat.
    Noch was. Letzthin war in der Kath. Kirche bei uns eine Buchvorstellung. Eintritt nur mit Zertifikat. In einem Sogenannten Gotteshaus? Kirche ist nämlich griechisch und heisst Leib Christi. Noch Fragen?

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    • traugi67 sagt:

      "Eintritt nur mit Zertifikat. In einem Sogenannten Gotteshaus? Kirche ist nämlich griechisch und heisst Leib Christi. Noch Fragen?" Nein, genau deswegen habe ich vor einem Monat den Austritt aus der Evang. Landeskirche gegeben.
      Die Freikirchen haben eine Klage gegen die Zertifikatspflicht beschlossen-- Hut ab, obwohl ich Agnostiker bin.

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  • Silvia Polak sagt:

    Und beide sind derselben Agenda verpflichtet, ganz einfach.

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      https://www.reutersevents.com/sustainability/lady-de-rothschilds-road-vatican

      "Philanthropen" unter sich. Einer "göttlicher" als der andere. Da darf Merkel nicht fehlen. "Der Statthalter Gottes" ist ein vehementer Unterstützer des universellen Grundeinkommens. Dieses soll voraussichtlich digital ausbezahlt werden. Das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit soll verändert werden". Seine Gedanken harmonieren mit dem WEF und dem "Statthalter der Globalisierer und Weltregierer", Klaus Schwab.

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  • Papagallo sagt:

    Beide verbindet Machtbesessenheit und unerbittlicher Kampf gegen Kritiker (Andersdenkende). Wer nicht für ihre Politik ist, wird als Gegner (Feind) gesehen und mundtot gemacht.

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